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Auf die Schnelle (Corona)

garypaul, Unna, Donnerstag, 25. Februar 2021, 17:58 (vor 46 Tagen) @ simie

Auch das RKI sieht Schulen nicht als vorrangige Treiber der Pandemie:

tagesschau.de/inland/coronavirus-schulen-rki-101.html


da mein Arbeitstag noch nicht beendet ist.

Leider auch keine neuen substanziellen Erkenntnisse.
Kann man aber auch wohl objektiv noch nicht erwarten, dafür ist der Themenkomplex zu umfangreich und mit zu vielen variablen behaftet.


Ein paar Auszüge aus dem Epidemiologischen Bulletin 13/2021.

Dieses heterogene, mitunter widersprüchliche Bild verdeutlicht, dass die Frage komplex ist, dabei viele Faktoren zu berücksichtigen sind und sie nicht mit einer einzigen Studie zu beantworten ist.

Sehr richtig, hat glaube ich auch "jeder betroffene" Verständnis für.

Die aussagekräftigsten Beiträge bezüglich der schrittweisen Wiedereröffnung des persönlichen Vor-Ort-Unterrichts stammen aus einer Studie von Cohen et al. aus den USA. Anhand eines so genannten agentenbasierten Modells kommen die AutorInnen zu dem Schluss, dass die schrittweise Wiedereröffnung in Kombination mit drei nichtpharmakologischen Interventionen (Verwendung von Gesichtsmasken, körperliche Distanzierung und Händewaschen) das Risiko von Ausbrüchen minimiert. Die beste Strategie bestand darin, Grundschulkindern mit einem reduzierten Stundenplan einen Vor-Ort-Unterricht in der Schule zu ermöglichen, während Mittel- und Oberschulkinder weiterhin Fernunterricht erhalten.

Ja, Distanzunterricht wäre ja bei ein wenig Geduld aller Beteiligten sicher keine schlechte Lösung.

Das Modell findet starke Hinweise auf eine höhere relative Übertragbarkeit, die auf 56 % geschätzt wird (95 % Glaubwürdigkeitsintervall in drei Regionen: 50– 74 %). Wegen der in allen AG in etwa ähnlichem Maß steigenden Übertragbarkeit würden auch die zu erwartenden häufigeren Übertragungen in (geöffneten) Schulen ins Gewicht fallen. Somit könnte ein z.B. knapp unter 1 liegender R-Wert durch die höhere Übertragbarkeit wieder auf über 1 steigen, was wiederum ein exponentielles Wachstum impliziert. Daraus schließen die AutorInnen, dass R nur dann unter 1 gedrückt werden kann, wenn auch Schulen geschlossen sind. Dies wird umso relevanter, als neuere Untersuchungen zu dem Schluss kommen, dass es eine „realistische Möglichkeit“ gibt, dass die Letalität von B.1.1.7- Erkrankungen im Vergleich mit dem bisherigen Wildvirus erhöht ist.

Ja, die Mutante und unser aktuelles Wissen darüber, hatten wir ja schon angesprochen. Gehen wir All-in oder wählen einen anderen Weg?

Auffällig war in den Meldedaten aus Deutschland jedoch das weitere lineare Ansteigen der Schulausbruchszahlen auch nach Beginn des Lockdown light, welche vor allem auf die jüngeren Altersgruppen zurückging. Dies deutet daraufhin, dass auch unter jüngeren Altersgruppen Transmissionen im Schulsetting stattfinden.

Wie definieren wir diesen Punkt?

Bezüglich der Reihenfolge bzw. Priorität wieder zu öffnender Schulen nach einem Lockdown gehen die veröffentlichten Modellierungen alle in eine ähnliche Richtung, auch wenn unterschiedliche Indikatoren betrachtet wurden: Eine Öffnung sollte bei den unteren Klassenstufen beginnen, insbesondere weil dies die geringsten Auswirkungen auf das allgemeine Transmissionsgeschehen und den geringsten Impakt auf die Zahl der Krankenhausaufnahmen hat. Auch gibt es Hinweise, dass ein Wechsel oder Hybridunterricht der Anwesenheit voller Klassen vorzuziehen ist.

Ja, "jemand" sollte dann eine Entscheidung treffen, bitte aber auch daran denken, dass sie über einen etwas längeren Zeitraum bestand hat.

Die Variante B.1.1.7 und andere VOC stellen neue Herausforderungen dar. Die bisherige Datengrundlage zu Altersunterschieden in Suszeptibilität und Übertragbarkeit bei der neuen Variante im Vergleich zu anderen Varianten ist zwar noch limitiert, allerdings weisen die bisherigen Daten darauf hin, dass mindestens die VOC B.1.1.7 leichter übertragbar ist. Diese leichtere Übertragbarkeit scheint auf alle Altersgruppen zuzutreffen, inklusive Kinder und Jugendliche. Das könnte bei einer Ausbreitung ansteckungsfähigerer Varianten bedeuten, dass Schulen einen größeren Beitrag zum Infektionsgeschehen spielen könnten, was wiederum bei den Überlegungen zu Öffnungen berücksichtigt werden sollte.

Und wie kann man diese Aussage jetzt deuten?


Dazu diese Aussage https://www.news4teachers.de/2021/02/virologin-brinkmann-das-hinausschieben-von-entsche... ?

Fakt ist doch, Bildung sollte eine sehr hohe Priorität haben, wir alle möchten so schnell wie möglich zum Optimum zurück, nur welcher Weg dahin ist der mit dem "geringsten" Risiko?

 

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