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Biontech verlangte 54,08€ pro Impfstoff (Corona)

frei13 @, Samstag, 20. Februar 2021, 12:54 (vor 9 Tagen) @ Kris

Einer scheint ja zu lügen und generell traue ich Pharmakonzernen eigentlich alles zu. Was ich mich frage, wäre die Gefahr für die EU nicht zu hoch, nur um von etwaigen eigenen Fehlern abzulenken, sowas zu erfinden und zu lancieren? Die nächste Frage ging dann an die eigentlich guten (investigativ) Redaktionen von WDR, NDR und Süddeutsche. Ich kann mir schwer vorstellen, dass die ungeprüft und ohne Beweise sowas veröffentlichen.


Im Text heißt es ja:

Ein Sprecher der EU-Kommission teilte per E-Mail mit, dass die EU-Kommission aus vertragsrechtlichen Gründen keine Angaben über die Preise machen dürfe. Generell gelte jedoch, dass "der Vertragsabschluss mit allen Unternehmen zu einem für beide Seiten zufriedenstellenden Vertrag führen musste". Auf den tatsächlichen Preis einigte man sich auch mit Biontech bereits im Sommer.
Erst im November aber kam die EU zu einem Vertragsabschluss mit Pfizer/Biontech. Der endgültige Preis wird bis heute zwar geheim gehalten, doch nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR soll er bei 15,50 Euro pro Dosis liegen.


Ich lese das so, dass man sich im Sommer bereits auf die 15,50 € geeinigt hatte, die EU jedoch bis November brauchte, um einen verbindlichen Vertrag abzuschließen. Das widerspräche auch dem, wie ich die erste Meldung vor ein paar Tagen kritisiert hatte, nämlich dass die EU 1/2 Jahr gebraucht habe, um den jetzigen Preis zu verhandeln. Vielmehr lässt dieser Satz darauf schließen, dass die Entscheidungsstrukturen innerhalb der EU einen schnellen Vertragsabschluss verhindert haben (und die im November bestellte Menge von 300 Millionen Dosen noch niedrig war, weil man auf Astra setzte; immerhin hat man es Mitte letzter Woche geschafft, einen weiteren Auftrag mit 300 Mio. Dosen zu vereinbaren).

Ich frage mich nur, wieso die Medien zu diesem Zeitpunkt so ein Fass aufmachen? Will man die Bevölkerung noch mehr verunsichern?

Ich empfinde die EU mittlerweile als lahme Ente und kann, was die Impfstoffbestellung angeht, verstehen, warum die Engländer feiern, dass sie raus sind (denen wird das feiern noch vergehen, wenn sie in Spanien in langen Warteschlangen stehen müssen). Bei einer solchen Entscheidung muss es ein Organ geben, das sich über alle hinwegsetzt und einfach im Juli 2020 für 15,50 Euro bestellt. Man hört ja, dass vermutlich die Oststaaten gegen den hohen Preis waren... Auch was die Rechtsstaatlichkeit in einigen Ostländern angeht, war man mit der Anbindung dieser Länder an die EU vermutlich zu schnell unterwegs und wird nun immer wieder wie ein Stier am Ring durch die Manege geführt. ME scheint das schnelle aufblähen der EU doch nicht gut gewesen zu sein. Aber im Rückblick ist man immer schlauer!

 

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