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Impfstoffe: öffentliche Forschung, private Gewinne (Corona)

Schnippelbohne @, Bauernland, Mittwoch, 24. Februar 2021, 10:58 (vor 51 Tagen) @ Grigori

In Deutschland fließt das Geld meist über die KfW. Die KfW geht über solche Finanzierungen auch Beteiligungen ein, siehe z.B. Curevac. An Curevac hat die KfW 17% erworben.

handelsblatt.com/technik/medizin/corona-impfung-biontech-erhaelt-vom-bund-bis-zu-375-millionen-euro-fuer-impfstoffentwicklung/26188636.html?ticket=ST-4685338-o7fvGRlAaDWfA1DhfNUI-ap1

Wenn Curevac im Wert steigt, z.B. wegen einer erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung eines Covid-19-Impfstoffs, verkauft die KfW (üblicherweise) solche Anteile wieder und macht Gewinn.
Das ist nichts Ungewöhnliches. Die KfW ist in Deutschland an vielen Start Up-Unternehmen beteiligt wie ein ganz normaler Investor. In der Regel steigen sie in der Frühphase einer Firmengründung ein (seed investment), z.B. wenn ein Forschungsprojekt einer Uni verselbständigt wird, geben Starthilfe und steigen dann mittelfristig wieder aus. Grund solcher Investitionen: Förderung neuer Technologien und Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Weil sie schon wieder raus sind, bevor z.B. ein medienträchtiger Börsengang stattfindet, nimmt man dieses Engagement des Bundes nicht so wahr. Aber unter dem Strich macht die KfW - und damit der Bund - mit solchen Anschubfinanzierungen durchaus auch Gewinne.
Die Investitionen in BioNTech und Curevac sind eher untypisch für die KfW, weil beide Firmen schon an der Börse sind, aber der gesellschaftliche Nutzen ist hier wohl ein plausibler Grund. Und wie gesagt ist das Geld nicht weg.

 

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