schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | Forumsregeln | Nutzungsbedingungen | schwatzgelb.de unterstützen
Log in | Anmelden

zurück zur Hauptseite
in Thread öffnen

Biontech weist Berichte über überzogene Preisforderungen zurück (Corona)

Ulrich @, Samstag, 20. Februar 2021, 13:59 (vor 84 Tagen) @ Kris

Süddeutsche

Theoretisch wäre das natürlich Wasser auf die Mühlen von AfD, Bild etc.. Dummerweise steht auf der anderen Seite die verhasste EU. Bin gespannt wie sie diese Dilemma-Situation lösen.


Dem widerspricht Biontech.
Biontech weist Berichte über überzogene Preisforderungen zurück

Von außen ist das ganze nicht beurteilbar. Allerdings erscheint mir der Artikel der Süddeutschen zumindest voreilig, man hat weder BioNTech noch Pfizer gehört. Auch bei eigentlich seriösen Medien geht leider nicht selten Geschwindigkeit vor Genauigkeit.

Beide Seiten möchten sicherlich gut dastehen. Die EU möchte erklären, wieso man erst vier Monate später als beispielsweise die USA bestellt hat. Und BioNTech und Pfizer möchten nicht als die "Buhmänner" da stehen. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass es auch intern zwischen Pfizer und BioNTech Meinungsverschiedenheiten über den Preis gegeben haben könnte.

Was den Preis für so eine Impfdosis angeht, fließen sicherlich einige Aspekte herein. BioNTech möchte zunächst das Geld für die Entwicklung herein bekommen und zudem auch Gewinn machen. Wobei hier eventuell das Interesse nicht alleine auf das Geld gerichtet ist. Ein erfolgreicher Impfstoff könnte das Unternehmen in der weltweiten Liga der innovativen Pharmaunternehmen weit nach oben katapultieren.

Bei Pfizer dürfte das Augenmerk stärker auf das konkrete Produkt gerichtet sein. Niemand garantiert, dass BioNTech auch bei zukünftigen Projekten weiter eng mit dem US-Konzern zusammenarbeiten will. Natürlich will man Geld verdienen. Aber man hat auch Kosten. Zunächst einmal für den Aufbau der Produktionskapazitäten. Selbst wenn man teilweise auf bestehende Anlage zurückgreifen kann, so sind wegen des innovativen Produkts sicherlich aufwändige Umrüstungen notwendig. Dazu kommen dann die laufenden Kosten. Je größer die verkauften Mengen und je länger die Produktion läuft um so kleiner dürfte der Anteil pro Impfdosis sein. Und auch die variablen Kosten gehen eventuell pro Einheit herunter.

Zum Vergleich: Ich meine, ich habe im letzten Herbst bei einer Pneumokokken-Impfung ca. 80 Euro für den Impfstoff bezahlt. Allerdings hinkt der Vergleich ein wenig, hier haben Apotheker und Großhändler mit verdient.

 

Gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

 

zurück zur Hauptseite
in Thread öffnen
773546 Einträge in 8709 Threads, 13072 angemeldete Benutzer Forums-Zeit: 15.05.2021, 19:28
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
powered by my little forum