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Wohl ehr Wunsch statt Plan (Corona)

Alones, Budapest, Mittwoch, 14. Oktober 2020, 23:54 (vor 12 Tagen) @ Sentinel2150 Eintrag verschoben durch CHS

Es kann nicht garantiert werden, dass ein wirksamer, anhaltender Impfstoff gefunden wird.
Und ja die Politik sollte darüber nachdenken was man dann macht, anstatt ständig zu verbreiten, dass mit einem Impfstoff alles gut wird.
Denn sonst könnte es irgendwann ein böses Erwachen geben, wenn man dann der Bevölkerung eingestehen muss, dass es keinen Impfstoff geben wird und man jetzt nicht weiß was man machen soll

Selbst bei einem funktionierenden Impfstoff ist die Sache noch lange nicht ausgestanden.

Machen wir doch einmal eine Milchmädchenrechnung auf. Nehmen wir mal an pünktlich zum 1.1.2021 steht ein Impfstoff zur Verfügung (realistischerweise eher noch später). Dann muss man erst einmal so schätzungsweise mindestens 40 bis 50 Millionen Deutsche impfen. Das wird Monate dauern. Produktion, Lagerung, Verteilung, Lieferung, Bürokratie, etc. pp. Dann wird man auch größere Ansammlungen von Menschen in den Arztpraxen verhindern wollen. Ebenso wird man wohl nicht zu viele Menschen auf einmal impfen wollen, da Nebenwirkungen auftreten könnten, die gegebenenfalls behandelt werden müssen.

Darüber hinaus kann man nicht alle Ressourcen ausschließlich für Corona aufwenden. Es soll auch noch andere Krankheiten und Wehwehchen geben. Die EU spielt ebenso eine Rolle. Stichwort europäische Solidarität: die anderen wollen auch ihren Impfstoff.

Schafft man es also ca. 50% der Gesamtbevölkerung innerhalb eines Jahres durchzuimpfen, wäre das meiner Meinung nach schon ein Erfolg und eine logistische Meisterleistung. Damit wäre das Jahr 2021 allerdings schon einmal komplett gelaufen.

2022 wird es dann spannend. Wie gut funktioniert der Impfstoff? Hier ist alles möglich. Sollte die Wirksamkeit bei 80% + X liegen, kann man von einem Erfolg sprechen. Es kann aber genauso gut sein, dass es nur 50% sind, oder sogar noch weniger.

Nur befinden wir uns jetzt im Winter 2022. Also in der Hochphase der jährlichen Grippesaison. Bis zum Frühjahr 2022 wird man also weiterhin Maßnahmen aufrecht erhalten müssen.

Nun wird es darum gehen, auch noch den Rest zur Herdenimmunität durch Impfungen zu schaffen. Damit wäre man wohl so oder so noch bis Ende 2022 beschäftigt. Nur gibt es wieder ein Problem: das Virus könnte in der Zwischenzeit mutieren und die alte Impfung müsste erneuert werden.

Wenn alles glatt läuft, könnte man die Pandemie so im Frühjahr 2023 für beendet erklären. Das ist noch ein sehr weiter Weg.

In der Zwischenzeit kann man sich auf ständige Shut- und Lockdowns einstellen, in den Schulen wird absolutes Chaos herrschen, die Wirtschaft wird weiterhin leiden, und ganze Branchen wie das "Partygewerbe" werden komplett aussterben.

Und das ist sogar noch ein recht optimistisches Szenario.

 

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