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Privates Gehalt vs. Konzern (Sonstiges)

Daniel_nette @, Howi, Friday, 11.06.2021, 07:15 (vor 8 Tagen) @ Weltimperator

No offense. Aber wenn wir glauben Spitzensteuersätze wären bei 55% hoch, hat der Neoliberalismus schon gewonnen. Die Brd ist mit 95% gestartet und war dann jahrzehntelang über 70% bis die andauernde Senkung erfolgte.

Warum sind die Neoliberalen eigentlich so hinter Steuersenkungen her? Es ist nicht unbedingt, die Kohle, die bei den Reichen verbleibt und für Kunst, Boote und anderen Nippes verschwendet wird. Es geht darum den Staat arm zu machen. Denn erst wenn der Staat arm ist, werden die Menschen den Kürzungen im Sozialbereich zustimmen. Und Arbeitslosengeld und Minirenten bestimmen letztlich das untere Lohnniveau, was die Menschen akzeptieren. Und das ist, was der Neoliberalismus will. Einen schwachen Staat (Bezogen auf Sozialea nicht Überwachung, Militär oder andere Nachtwächterfunktionen) und verängstigte Lohnabhängige. Die Sachzwanglogik (wir müssen uns das leisten können) kann dann für jede Kürzungen oder Kapitalorientierung in den Sozialbereichen verwandt werden. Ob privatisierte Gesundheit, kapitalgedeckte Altersvorsorge oder Arbeitsmarktmaßnahmen.


In einem Land das 3 mal so viel für soziales ausgibt (1 Billion) wie für den Bundeshauhalt, also alles andere (362 Milliarden) von Neoliberalismus zu sprechen macht mich sprachlos.

Deutschland ist ein Selbstbedienungsladen für jeden der nicht arbeiten will.
Es wird Zeit dass mal wieder Geld für Bildung Sicherheit und Infrastruktur ausgegeben wird. Mehr Umverteilung braucht es aber sicherlich nicht und Einnahmen sind auch genug da. Die Leute zahlen Steuern auf ihr Einkommen, aber wir sollten von Unternehmern nicht verlangen dass sie ihre Unternehmen verkaufen müssen nur um Steuern zu zahlen. Darunter würden wir viel mehr leiden

Wäre nur gerecht wenn die "Reichen" sich nicht arm rechnen können und genauso ihren Anteil an den Steuern wie sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, dann hätten der Staat 100 Milliarden mehr Einnahmen und man könnte Infrastruktur, Bildung und Forschung so finanzieren wie es notwendig wäre. Es gehen dem Staat ca. 100 Milliarden pro Jahr durch Arm Rechnen von Unternehmen durch die "lappen" man kann den Staat auch so arm machen das er nicht mehr funktioniert. Das wurde jahrelang betrieben und jetzt wundert man sich wieso IT in der öffentlichen Verwaltung oder auch um ein anderes Beispiel zu nehmen im "Genehmigungsverfahren von Bauanträgen" im Bauamt nicht funktioniert. Das hat nicht nur mit ineffizienten Strukturen zu tun, sondern auch damit, das man kaum noch Arbeitnehmer in diesen Bereichen einstellen kann. Beim Bauträger in der Wirtschaft verdient man mehr und in der IT ebenfalls. Digitalisierung in der Schule wie soll das funktionieren ohne Informatiker die diese IT Infrastruktur aufbauen und verwalten und up to date halten.


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