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[Finanzen] Die Mär von: 'die Reichen' zahlen viel Steuern (Sonstiges)

markus @, Thursday, 10.06.2021, 21:43 (vor 99 Tagen) @ Johan

Einkommen in Form von Assets? Alles klar. Ein paar Anglizismen und es merkt schon keiner, dass man keine Ahnung, aber dafür ganz viel gefühlte Gerechtigkeit hat. Hinzukommt: was interessiert mich das US-amerikanische Steuersystem? Weder habe ich einen amerikanischen Pass, noch bin ich dort resident. Aber in diesem Thread kommen die üblichen Verdächtigen und labern irgendeinen Quatsch über deutsche Einkommensteuer, verstehen den Unterschied zwischen relativer und absoluter Steuerlast nicht und erkennen nicht einmal, dass eine höhere Einkommensteuer ihrem Streben nach höherer Verteilungsgleichheit im Wege steht.


Einkommen aus Aktienverkäufen, Dividenden, Beteiligungen etc. Diese werden viel geringer besteuert, als Einkommen, müssen nur versteuert werden, wenn sie "realisiert" werden und die meisten Billionäre können die hier anfallenden Steuer umgehen, in dem sie bei irgendwelchen Nebeninvestments, etc ein paar Verluste angeben. So hat Bezos zum Beispiel 2011 eine 4000$ Steuerrückzahlung für seine Kinder erhalten und in vielen Jahren nicht einen Cent Steuern bezahlen müssen.

Ja und? Wenn ich genauso viele Verluste realisiere wie Gewinne und da eine 0 bei heraus kommt, warum sollte man dann Steuern zahlen? Dann hat man nichts verdient, sondern zieht einfach nur ohne Gewinn sein Kapital wieder heraus. Nur das ist auch logisch. Alles was sich bis zum Verkauf abspielt sind volatile Schwankungen. Die Kurse können mal hoch und mal niedrig sein. Erst bei einem Verkauf stellt sich doch heraus, ob man Gewinn oder Verlust gemacht hat. Ich investiere selber in Aktien und zwar aus bereits versteuertem Nettoeinkommen und das Risiko trage zu 100% ich. Ich halte die 25% + x für den Soli und Kirchensteuer für viel zu hoch dafür, dass da bereits versteuertes Geld investiert ist.


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