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Privates Gehalt vs. Konzern (Sonstiges)

FourrierTrans @, Dortmund, Thursday, 10.06.2021, 20:54 (vor 129 Tagen) @ FourrierTrans

Mal grundsätzlich:

Das Problem ist nicht der DAX-Vorstand oder der Fußball-Profi, der in Deutschland von seinen 3 Millionen Brutto-Jahresgehalt 1,2 Millionen an den Staat zahlt. Grundsätzlich muss es in unserer Gesellschaft ok sein, viel Geld zu verdienen, solange man entsprechend seinen Beitrag zahlt (ob der dann 42%, 45%, 50% oder 55% betragen sollte, kann man diskutieren). Die im Artikel genannten Beispiele beziehen sich nicht umsonst insbesondere auf die USA (zudem handelt es sich wie schon beschrieben um nicht-realisierte Vermögenszuwächse durch Aktienanteile, die selbstverständlich steuerlich anders zu behandeln sind als ausgezahltes Gehalt).

Das Problem sind multinationale Konzerne, welche durch (aktuell legale) Steuervermeidungsmodelle praktisch keine Steuern zahlen. Solange hier legal gehandelt wird, kann man dies nur schwer den Unternehmen vorwerfen, die entsprechend gewinnorientiert ausgerichtet sind. Moralisieren hilft hier relativ wenig. Hier muss stattdessen international angesetzt werden, entweder durch eben Mindeststeuern oder durch Regulierung was die Verschiebung von Gewinnen und Umsätzen angeht.


Natürlich sind es nicht die Fußballprofis. Viele fühlen sich ja direkt angegriffen, wenn jemand von "Reiche höher besteuern" in den Raum wirft. Hierbei muss man aber sagen, es sollte dabei nicht um kleine Fische gehen, die 5 Millionen im Jahr verdienen oder auf 50 Millionen Euro sitzen. Es geht um das reichste Perzentil in den westlichen Gesellschaften, was maßgeblich für alle zunehmenden Ungleichheiten verantwortlich ist. Hinter multinationalen Konzernen stehen ja meistens Inhaber, Menschen und Familienclans, denen der ganze Bums gehört. Der kleine BMW CEO macht nicht den Unterschied, die Familie Klatten dahinter schon.

Edit: bzw. eher die Familie Quandt.


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