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[Finanzen] Die Mär von: 'die Reichen' zahlen viel Steuern (Sonstiges)

Johan, Bremen, Thursday, 10.06.2021, 23:38 (vor 99 Tagen) @ herrNick
bearbeitet von Johan, Thursday, 10.06.2021, 23:44

Wo habe ich denn gesagt, dass es mich/uns nichts angeht? Ich habe nur gesagt, dass es die Aufgabe der Gesellschaft als Ganzes ist, den Weg zu bestimmen. Nur weil Bill Gates ein paar Brunnen baut, lösen wir dadurch keine grundlegenden Probleme. Die enormen Summen dieser Billionäre könnten auch im gesamtgesellschaftlichen Konsens dafür verwendet werden, unsere Gesellschaften schneller dahin zu bringen, dass wir garnicht mehr auf die Launen einzelner Menschen angewiesen sind und eine Form des Kapitalismus bauen, der die Umwelt und den Planeten als wichtigste, zu schützende Ressource betrachtet.


Im Prinzip kann ich dir folgen, aber so gut funktioniert das beim Klimaschutz mit dem gesellschaftlichen Konsens und dem entschlossenen Handeln der gewählten Vertreter nicht. Da sind private Initiativen nicht so schlecht.

Ich habe auch nichts gegen private Initiativen und das Eigenengagement von Bürgern außerhalb der politischen Strukturen. Aber das was Gates mit seiner Stiftung tut, zeigt doch, wie schädlich Hybris und Geltungsdrang von Milliardären sein kann. Man muss schon ein ziemlich verblendeter Fanboy sein, wenn man glaubt, Bill Gates tue in der Welt nur uneigennützig ganz viel Gutes, weil er die Menschen so liebt. Im Prinzip holt er, um mal beim Beipsiel Afrika zu bleiben, dort nur die grüne Revolution nach und hilft afrikanischen Kleinbauern in die Abhängigkeit von Agrargroßkonzernen oder Wahlweise in den Ruin. So sieht eine nachhaltigere Welt und Umweltschutz für mich nicht aus. Hier mal ein kritischer Artikel aus der SZ.

"Bauern, die gezwungen werden, ihre Mischkulturen aufzugeben, nährstoffreiche Pflanzen, die verdrängt werden, Kleinbauern, die in der Schuldenfalle landen: Eine am Freitag veröffentlichte Untersuchung fällt ein vernichtendes Urteil der von Bill und Melinda Gates finanzierten entwicklungspolitischen Agrarallianz in Afrika. Die Allianz habe ihre eigenen Ziele nicht erreicht, ihr konzerngetriebener Ansatz tauge nicht zur Beendigung des Hungers, so das Fazit der Studie."

Sueddeutsche


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