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Looking for a storyteller (BVB)

Will Kane @, Saarbrücken, Montag, 07. Oktober 2019, 22:44 (vor 8 Tagen) @ Jack

Wenn man den Favre-Fussball nicht mag, dann überrascht es mich umso mehr, dass man einen Mourinho will.


Das habe ich mir auch gedacht. Der Mourinho-Fussball ist sicherlich nicht attraktiver als der Favre-Fussball.

Mittlerweile drängt sich mir der Verdacht auf, es geht gar nicht so sehr um den Fußball, der gespielt wird.

Sondern vielmehr um die story, die um diesen Fußball herum erzählt wird.

Wir suchen bewusst, vielleicht auch nur unbewusst, einen storyteller.

Natürlich soll dieser auch Erfolg haben. Aber er soll auch die story um den Fußball herum erzählen. Ein storyteller würde die aktuelle Situation in einer spannenden, aufregenden, interessanten Art verkaufen. Wichtig ist, dass er dabei den Großteil der Medien und die Anhänger erreicht. Das können in unserem Club die Verantwortlichen nicht. Mir kommt es so vor, als brauchten sie so jemanden. Die Bayern brauchen so jemanden nicht. Die haben seit 40 Jahren so jemanden an der Spitze des Clubs. Oder an der Spitze gehabt muss man wohl besser sagen.

Favre will nur eines: Trainer sein. Bosz wollte eigentlich auch nicht mehr sein. Tuchel war zwar auch ein storyteller, aber seine story ist zu komplex für die große Mehrheit der Fußballöffentlichkeit. Und die Geschichte, die van Marwijk, Röber oder Doll zu erzählen haben, ist noch nicht einmal unter der Rubrik Kurzgeschichte zu finden.

Kloppo ist als Trainer unbestritten kompetent. Er ist aber auch ein Machtmensch und er ist ein hervorragender Geschichtenerzähler. Für Aki Watzke und Susi Zorc ideal. Hat er doch genau die Rollen von sich aus übernommen oder gar an sich gerissen, die den beiden nicht liegen oder in denen sie scheitern, wenn sie sich daran versuchen. Dass er dabei den Club vielleicht schon zu sehr zu seinem Club, zu seiner Bühne gemacht hat, haben sie nicht gesehen oder wollten es nicht sehen.

Natürlich ist Mourinho ein anderer Typ als Klopp. Aber bei genauerem Hinsehen gibt es vielleicht mehr Gemeinsamkeiten als man zunächst denkt. Denn auch er erzählt eine Geschichte. Eine andere als Klopp, aber eine, die Thema ist, weil er sie zum Thema macht. Dabei steht im Mittelpunkt nicht der (eigentlich nicht sehr erzählenswerte) Fußball, den er zumeist mit viel Erfolg spielen lässt. Sondern er selbst. Aber das ist letztlich wurscht. Hauptsache eine gute story. Und Hauptsache, es ist der Trainer, der diese erzählt.

 

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