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Brandmauer als taktischer AfD-Beschleuniger? (Politik)

guy_incognito, Rhein-Neckar, Montag, 21.09.2026, 11:02 (vor 1 Stunden, 57 Minuten) @ Scherben

Das ist ein entscheidender Punkt.
Aktuell wählen oft 55 bis 60% Mitte-Rechts.
Bekommen aber ständig eine Mitte-Links Koalition.


Das ist vielleicht der größte Erfolg der Faschos. Da stehen an der Spitze von CDU und CDU Leute wie Friedrich Merz und Markus Söder, und trotzdem gilt die Bundesregierung, die die Union anführt, als "Mitte-Links-Koalition".

Das Hauptproblem im Post des Vorredners ist doch, dass hier einfach eine These aufgestellt wird.

Beginnend mit der Agenda 2010 unter Schröder bis zu den heutigen (diskutierten und beschlossenen) Sozialreformen sehe ich wenig klassische linke Politik. Wo Sozialsysteme in früheren Zeiten Menschen aufgefangen und abgesichert haben, fallen heute immer mehr Leute unter die Armutsgrenze. Jetzt können wir die Migrationswelle von 2015 natürlich als links abstempeln. Eine entsprechende Politik (wie vielleicht von der Linken) hätte sich aber verstärkt um die Integration in der Arbeitsmarkt gekümmert, statt Migranten in Unterkünften versauern zu lassen, um eine Rückführung zu erleichtern.

Wenn 55-60 % "Mitte-Rechts" wählen, was auch immer das ist, wählen anscheinend 40-45 % linksgerichtete Parteien. Auch diese Wähler haben ein Anrecht darauf in einer repräsentativen Demokratie gehört zu werden. So funktioniert das System eben.

Die Motive, weshalb heute die AfD gewählt wird, sind oftmals klassisch sozialdemokratische, zumindest die ökomischen. Und sind doch eigentlich immer die relevanten.


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