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Gründe des Scheiterns (Politik)

Phil, Montag, 21.09.2026, 09:28 (vor 5 Stunden, 17 Minuten) @ VM

Ja, die Ausgangslage ist extrem anspruchsvoll, und deine Analyse trifft den Kern des aktuellen Frusts. Wahlanalysen bestätigen genau das: Es ist meist gar nicht die aktuelle persönliche Lage, sondern das schwindende Vertrauen in die Zukunft und der gefühlte kollektive Abstieg, der die Menschen umtreibt.

Handelt es sich um gefühlte "Abstiege"? Es ist wohl Realität, dass eigentlich jeder sich weniger leisten kann oder die finanziellen Spielräume enger werden, wenn man nur 5 Jahre zurückblickt. Und da werden auch nicht wenig dann darunter sein, bei denen es dann durchaus auch schon an ihre Substanz geht (während es bei anderen eher ein absteigen auf hohem Niveau ist). Und das stoppt ja nicht. Erneut steigen Energiekosten, Grundsteuern sind flächendeckend teurer geworden, Lebensmittel sind immer teuer geblieben, Krankenkassenbeiträge etc. steigen. Die Welle auslaufender "Billig-Kredite" wird unsere Gesellschaft ja eigentlich jetzt erst erreichen...

Und gleichzeitig erleben die Menschen halt, dass Infrastruktur und Leistungen für sie selbst weniger werden. Von ehr plakativen Dingen nicht zu reden. Da wird dann halt eine Oper in Köln eröffnet, die 1,5 Mrd. EUR verschlungen hat, während gleichzeitig die Rheinbrücken zunehmend nicht mal mehr für Fußgänger betretbar sind. Dass das alles komplexere Sachverhalte sind und deine weitere Zukunftsperspektiven tatsächlich ja eher zutreffend sind, kann man ja gar nicht abstreiten. Nur ist das eher nicht das, was "Dieter" nun wirklich abholt (offenkundig). Man wird ihm, fürchte ich, schon eine etwas greifbarere und wohl auch erreichbarere Zukunftserzählung bieten müssen.

MFG
Phil


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