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Bundeskanzler (Politik)

Pfostentreffer, Sonntag, 20.09.2026, 17:04 (vor 7 Stunden, 7 Minuten) @ Guido

Das Problem ist doch auch hausgemacht, Berlin hatte doch um die schwarze Null zu haben vor ca 20 Jahren einige zehntausende Wohnungen verkauft. Diese wären als Bestand sicherlich jetzt nicht schlecht.


Aber dieser Bestand ist ja nicht weg, nur weil er verkauft wurde. Der gehört halt jemand anderen, der ihn jetzt vermietet (oder als Eigentumswohnung besitzt). Man kann ja über die Instandhaltung und auch über die Mietpreise von privaten Wohnungsbaugesellschaften reden, aber Enteignung wird eher Investition verhindern, als zusätzlichen Wohnraum schaffen. Berlin braucht neue Baugebiete (Tempelhofer Feld) und Anreize für die Umwidmung von Büros in Wohnungen sowie eine Abschaffung der Grunderwerbssteuer für selbstgenutzte Wohnungen.


Du schreibst jetzt schon zum zweiten Mal im Ton des total klaren Common Sense, dass ja unbedingt das Tempelhofer Feld bebaut werden muss. Ich bspw. bin strickt dagegen (wohne aber auch nicht mehr in Berlin).

Nahezu alles spricht auf allen Ebenen gegen eine Bebauung, entsprechend haben sich auch fast 2/3 der Bewohner in einer Volksentscheidung dagegen ausgesprochen.

Es würde viele Stadtteile von Frischluft abschneiden (selbst bei reiner Randbebauung und bei immer heisser werdenden Sommern, gerade in den Grossstädten), es ist ein einzigartiges Biotop (wo doch das Artensterben aktuell vermutlich die akuteste Krise ist, die wir haben, trotzKlimawandel), es ist ein in Berlin einzigartiges Freizeitgelände mit Millionen Besuchern pro Jahr und es gibt genügend andere Bauflächen, die ausgewiesen sind (aber natürlich nicht ganz so profitabel sind)


Was meinst du, was spricht dafür, dass man ausgerechnet diese Fläche bebaut, das Biotop zerstört, Millionen Menschen ihre Erholungsfläche nimmt und dafür eine demokratische Volksabstimmung einfach ignoriert?


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