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Man sollte sich nicht an Merz abarbeiten (Politik)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 20.09.2026, 22:05 (vor 10 Stunden, 53 Minuten) @ SgtJohnson

Alle blöken nach Reformen, nur ändern soll sich nichts…fasst es gut zusammen.


"Reformen gerne. Sie dürfen nur nicht mich betreffen oder was ändern"


Deswegen plädiere ich ja für ein Lastenausgleichsgesetz reloaded, ab Vermögen von 100 Mio. Euro aufwärts. Damit können 99,994% der Deutschen leben ohne zu motzen und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass bei vernünftiger Verteilung die AfD in 12 Monaten Geschichte ist. :-)


Das Einzige, was bei deinem Vorhaben Geschichte wäre, wäre der Wirtschaftsstandort Deutschland - also was davon noch übrig ist. Auf welcher Grundlage würdest du das denn dann an wen verteilen? Verlust durch Krieg fällt ja diesmal als außergewöhnliche Last weg. Oder soll das einfach mit der Gießkanne für den Bereich "Soziales", Consulting Firmen bei der Bundeswehr und Energietransformation verteilt werden?


..der ohnehin gerade abgewickelt wird? :-)

Wie hat es damals geklappt, mit dem LAG?


Und wird der gerade abgewickelt, weil Unternehmen zu wenig besteuert werden und den Standort Deutschland zunehmend attraktiv und günstig finden, oder weil große Konzerne, die hier seit Jahren produziert haben nun doch lieber en masse Ihre Werke schließen und nach Osteuropa oder in den asiatischen Raum abwandern -also Plätze, in denen Sie deutlich weniger besteuert werden, niedrigere Lohnnebenkosten haben und Energie zur Hälfte für die kWh bekommen?

Ein riesiges Märchen. Das Privatvermögen in Deutschland ist auf Rekordniveau (ja, weil Konzerninhaber nahezu keinerlei Steuern zahlen). DAX Konzerne zahlen höhere Dividenden denn je, die Bilanzen sind top. Man verlagert halt, weil die Gier riesig ist und weil die Politik es mitmacht.
Im Kosovo produzieren war schon immer günstiger. Auch schon in den 80ern. Man hatte halt ein gutes deutsches Produkt zu der Zeit und sehr gute, patriotische Führungsköpfe, die nicht ihr Land und ihre Landsleute für eine müde Mark mehr verraten haben. Davon hat man jetzt nichts mehr und man versucht panisch, irgendwelche Kosten zu senken, ohne auch nur darüber hinaus irgendeine stichhaltige Produktstrategie zu haben.

Das LAG war damals meiner Ansicht nach ein gutes Gesetz. Meiner Einschätzung nach haben wir heute aber eher ein paar Millionen Menschen weniger, deren Häuser und Existenzen komplett zerbombt wurden. Außerdem würde uns diesmal auch ein Marshall Plan im Rücken fehlen, der uns dabei helfen würde, die Belastungen auf der anderen Seite durch entsprechende Wachstumskredite auszugleichen. Ganz im Gegenteil blieben wir ja trotz Allem weiter der größte Nettozahler der EU

Haste recht. Häuser besitzt heute fast keiner mehr oder Wohnraum. Deutschland liegt ja EU-weit auf dem vorletzten (?) Platz, was Wohneigentum angeht. Welche Existenzen Leute haben, die die Hälfte ihres Einkommens für Wohnen ausgeben, bleibt auch fragwürdig.


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