Willkommen im BVB-Forum

Zur Enteignung in Berlin (Politik)

istar, Sonntag, 20.09.2026, 13:55 (vor 1 Tag, 15 Stunden, 34 Min.) @ Ulrich

Das ist so dermaßen kontraproduktiv und hanebüchen, das schlägt dem Faß den Boden aus. Die großen Konzerne sind in Berlin keine Abzocker, im Gegenteil. Vonovia hat fast 50% geförderten Anteil. Hier sind die Mieten sowieso gedeckelt. Schon im Moment machen Investoren wegen der Androhung einen großen Bogen um Berlin. Es entsteht also kein neuer Wohnraum. Im Gegenzug müsste man eine riesiger Behörde gründen, um mehrere Hunderttausend Wohnungen zu bewirtschaften. Man rechnet mit 6€/Quadratmeter für Instandhaltung. Die Kosten sind aktuell mehr als doppelt so hoch, d.h. Es drohen massive Einbußen der Bestandsmieter in der wohnqualität. Und als letztes würde die ersatzlose Streichung der Grundschuld würde zu einer bankenkrise führen.

Das ist absoluter Wahnsinn finanz- und wirtschaftspolitischer Analphabeten. Da ist noch nicht mit eingerechnet, dass Investoren wie der norwegische Staatsfonds Anteile an den Wohnkonzernen halten. Würde man diese enteignen, würde man massiv dem Investitionsstandort Deutschland schaden. Es ist verrückt, vollkommen verrückt ohne Sinn und Verstand.


Da ist ein ähnlicher Realitätsverlust eingetreten wie bei denjenigen, die AfD wählen.

In Berlin herrscht mittlerweile eine massive Wohnungsnot. Wer einen älteren Dauermietvertrag hat, hat es in der Regel gut, da sind die Mieten noch bezahlbar. Aber wer eine neue Wohnung sucht, muss, falls er tatsächlich fündig wird, in der Regel sehr tief in die Tasche bleiben.

Die Befürworter einer Enteignung verstehen zudem nicht, dass die Wertzuwächse der großen Konzerne wie der Deutsche Wohnen vor allem aus dem rechnerischen Wertzuwachs der Immobilien herrühren, nicht aus den Mieteinnahmen. Von der Miete bleibt am Ende nur ein einstelliger Prozentbetrag als Gewinn übrig.

Übrigens hat einer der maßgeblichen Köpfe hinter der Idee, Rouzbeh Taheri, auch die Wahlveranstaltung für die Linkspartei in Neukölln mitorganisiert, bei der es zu antisemitischen Entgleisungen des Rappers Dahabflex kam. So schließt sich ein Kreis.

Aber wann will doch eine Luxusvillen-Steuer einführen, da bezahlen die mit Kohle aus Zehlendorf das doch locker aus ihrer Tasche.
Und man will bei der Polizei kürzen. Berlin ist schließlich sicher wie die Rente.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: