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Brandmauer als taktischer AfD-Beschleuniger? (Politik)

Professor Bienlein, Ruhrgebiet, Montag, 21.09.2026, 10:36 (vor 7 Stunden, 45 Minuten) @ Davja89

Das ist ein entscheidender Punkt.
Aktuell wählen oft 55 bis 60% Mitte-Rechts.
Bekommen aber ständig eine Mitte-Links Koalition.

Die Brandmauer ist doch perfekt fürs Linke Lager (Inbesondere SPD und Grüne).
Man ist zwar inzwischen nur noch bei 10 bis 15% angekommen jeweils, kann die Union aber nach jeder Wahl ziemlich simpel in eine Koalition pressen, sie hat ja schlicht keine Alternative.

Ich vermute es wird oft unteschätzt wie tief die Abscheu in manchen Milieus ist gegen Grüne und SPD.
Diese Wähler gehen der Union am rechten Rand massenweise von der Fahne weil sie wissen selbst mit 40% Union wird es wieder fette Zugeständnisse für SPD und/oder Grüne geben.

Kenn selber diverse Kollegen die aus diesen Gründen inzwischen von CDU Wählern zu AfD Wählern geworden sind.

Am Ende wird die Union zwischen einer +30% AfD und dem Linken Spektrum zerieben werden. Ist ja vielen Konservativen Parteien in Europa passiert.

Am Ende passiert im Rechten/Konservativen Lager das was auch schon im Linken Lager passiert ist: eine große Volkspartei splittert sich auf.

Wo 1970 nur die SPD stand mit 45% stehen 2026 eben SPD, Linke und Grüne.
Wo 2015 die Union stand mit 40% werden 2030 vermutlich Union und AfD stehen.

Vermutlich wird es irgendwann noch einen Richtungskampf in der AfD geben, wo ich das Potenzial sehe das eine weitere rechte Partei entstehen könnte.

Danke! So sehe ich das auch. Und Lars Klingbeil hat mit seinem Statement gestern wieder einen Prozentpunkt bei der AfD drauf gepackt. Grüne und SPD haben die Brandmauer genutzt um die CDU an sich zu binden und auch mit ihren 10-15% Ihre Politik durchzusetzen, weil es für die CDU keine Alternative gibt. Sie haben die CDU zermürbt und die AfD erstarken lassen und kommen auch nach den letzten Wahlen anscheinend nicht zur Vernunft.


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