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Brandmauer als taktischer AfD-Beschleuniger? (Politik)

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Montag, 21.09.2026, 08:41 (vor 10 Stunden, 5 Minuten) @ Didi

Die Story ist doch: Wenn die von mir angedachte CDU sowieso nur mit den Grünen eine Mehrheit bilden kann / wird, dann wähle ich eben weiter rechts.

Wenn ich hingegen weiss, da die mit ihren X% dann auch mit einer AfD koalieren würden, dann wähle ich sie und somit eben nicht taktisch.

Unabhängig davon, dass man keine Nazis wählt, ist die Story schon einigermaßen schlüssig. Und sie zeigt halt auch, was der Union in den letzten Jahren verloren gegangen ist. Du hattest da immer, den ein oder anderen Rechtsaußen, der auch solche Leute ins Lager der Union gezogen hat (Erika Steinbach zB). Das war schon alles relativ unappetitlich, hat aber dazu geführt, dass es rechts von der Union keinen Platz für jemand anderes gegeben hätte. Da haben dann im Zweifel rechtsextreme Idioten die Möglichkeit gehabt, eine demokratische Partei zu wählen.

Und natürlich möchtest du als Wähler schon eine gewisse Richtungsänderung Herbeiführung. Und das funktioniert halt mit der ständigen GroKo halt überhaupt nicht, die Brandmauer schafft dir als Union noch ein weiteres Problem. Wenn du der AfD Stimmen abnehmen willst, dann geht es nicht darum, deren Positionen zu übernehmen. Aber eine Union, die eine genuin "rechte" Partei ist, muss die Möglichkeit haben, entsprechende Politik zu machen. Und dazu zählt dann auch, entsprechende Anträge einzubringen, die deinem Parteiprogramm entsprechen. Und eigentlich darf es dann auch nicht drauf ankommen, welche zufälligen Mehrheiten ggf. entstehen. Du kannst dich halt nicht dauerhaft selbst beschneiden und darauf hoffen, dass der Wähler das schon gut findet.


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