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LTO: Was das Grund­ge­setz zur Leih­mut­ter­schaft sagt (Politik)

markus, Samstag, 25.07.2026, 14:41 (vor 6 Stunden, 16 Minuten) @ istar

Ja,warum wohl könnte man hier und da die Freiheit des Individuums beschneiden? Warum sollte nicht jeder so schnell fahren dürfen, wie er möchte? Freie Fahrt für freie Bürger.
Im Fall von Leihmütterschaften vielleicht,weil es um ein Kind geht,das zum Objekt,oft genug zum Handelsobjekt,gemacht wird.
Ob das mit der Würde des Menschen vereinbar ist und dem Freiheitsgedanken nicht widerspricht,ist eine Frage,die andere eben anders beurteilen.


Der Straßenverkehr zeigt doch, wie es richtig geht. Es gibt weder ein absolutes Fahrverbot noch eine uneingeschränkte Erlaubnis, sondern Regelungen für den Straßenverkehr. Genau das wird auch für die Leihmutterschaft diskutiert. Niemand fordert, sie ohne jegliche Regeln oder Auflagen zu erlauben.


Was nichts daran ändert, dass Kinder zu (Handels)-Objekten werden. Das kann man ausblenden oder es unwichtig finden,genauso wie man sich daraus ergebende Problemstellungen (auf die nicht eingegangen wird mit dem Verweis auf "Regulierung") negieren oder ausblenden kann.
Beispiele dafür sind hier reichlich genannt,die muss ich nicht nochmal aufzeigen.
Genauso wie man die (möglichen) psychischen oder körperlichen Probleme der Leihmutter ausblenden kann oder nicht. Im Sinne des Freiheitsgedankens wäre die dann aber selbst schuld.

Wenn man es als Gesellschaft für so wichtig erachtet, das Thema anzugehen, dann kann nur eine Leihmutterschaft auf altruistischer Basis dabei herauskommen.

Letztendlich ist es aber ein echtes Minderheitenproblem einer vorrangig gut betuchten Gesellschaftsschicht. Wahrscheinlich würden trotzdem viele weiterhin ins Ausland gehen (müssen). Oder glaubt irgendwer, dass plötzlich haufenweise potentielle Leihmütter auftauchen, die sich nichts sehnlicher wünschen,als für andere ein Kind austragen zu dürfen? Wobei ich die Nachfrage nicht wirklich beurteilen kann.
Ich glaub das nicht und Brosius-Gersdorf hat wahrscheinlich auch besseres vor.

Genau wegen dieser Risiken wird doch über eine Regulierung diskutiert. Der Sinn einer Regulierung ist nicht, jede denkbare Gefahr auszuschließen (das gelingt in keinem Lebensbereich), sondern Risiken so weit wie möglich zu minimieren und klare Schutzmechanismen zu schaffen.

Wir akzeptieren in vielen Bereichen Restrisiken, solange wir sie durch Regeln, Kontrollen und hohe Sicherheitsstandards möglichst gering halten. Das gilt beispielsweise auch für den Straßenverkehr. Obwohl dort jeden Tag in Deutschland 8 Menschen sterben, fordert deshalb niemand ein generelles Fahrverbot. Stattdessen werden Fahrzeuge sicherer, Regeln angepasst und der Schutz kontinuierlich verbessert.


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