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Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern (Politik)

nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 22.07.2026, 12:25 (vor 22 Stunden, 32 Minuten) @ CF

Wo bleibt mein Selbstbestimmungsrecht, wenn ich meine Niere an den meistbietenden verkaufen möchte? Oder wenn ich beschliesse, meinem Leben ein würdiges Ende in Form einer Todesspritze zu bereiten, weil meine Qualen zu groß sind? Es ist nicht so einfach mit dem Selbstbestimmungsrecht. Da gibt es kein schwarz oder weiß. Auch eine Leihmutterschaft kann mit Komplikationen einhergehen, die dann möglicherweise langwierige medizinische Versorgung nach sich zieht usw. Soll das die Gemeinschaft bezahlen? Man muss dann auch für sämtliche Konsequenzen Lösungen parat haben. Das gehört sorgfältig diskutiert.

Und was soll das jetzt mit der allgemeinen Feststellung zu tun haben, dass das verfassungsmäßige Selbstbestimmungsrecht (zumindest aus der Sicht von Fachleuten, du magst es anders sehen) auch in Bezug auf die Leihmutterschaft gilt und man es nur bei ganz gewichtigen Gründen einschränken darf?

Dass das Thema ausgiebig diskutiert werden muss, ist sicher richtig. Vor allen Dingen müssen sich diejenigen, die die Leihmutterschaft Weiterhin verbieten möchten, vor dem Hintergrund des Selbstbestimmungsrechts überzeugende Argumente einfallen lassen. Die beiden Aktuelljeweils nur nebulös vorgebrachten Argumente Kindeswohl und Notsituation überzeugen Beispielsweise den Vorsitzenden der Ethikkommission nicht.

Das erscheint mir ein sinnvollerer Maßstab zu sein als irgendwelche Typen in Fußballforen, die (wie ich natürlich auch) allenfalls eine Meinung haben.


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