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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

markus, Montag, 20.07.2026, 23:57 (vor 12 Stunden, 17 Minuten) @ Litze80


Sorry, aber Prostitution ist nichts anderes, als einen weiblichen Körper zur sexuellen Befriedigung zu kaufen oder wie würdest du das beschreiben. Einen Markt, in dem Männer für sexuellen Zugriff auf Frauen bezahlen, mit „weiblicher Selbstbestimmung“ zu verklären, ist schon bemerkenswert. Es ist geradezu absurd, Kritik an einem überwiegend männlichen Nachfragemarkt als patriarchalisch abzutun, während die sexuelle Verfügung über Frauenkörper gegen Geld als liberal verkauft wird.


Dem ersten Satz würde ich unterschreiben. Der entscheidende Punkt ist für mich die Unterscheidung zwischen freiwilliger Tätigkeit und Ausbeutung bzw. Zwang.


Du glaubst ehrlich, dass eine nennenswerte Zahl an Prostituierten ganz freiwillig (also ohne finanzielle Not oder Zwang) mehrfach am Tag ihren Körper zur Befriedigung fremder, häufig deutlich älterer Männer zur Verfügung stellt?

Ich kenne dazu keine Studie. Entscheidend ist aber der Unterschied zwischen echtem Zwang, Ausbeutung und einer Entscheidung, die jemand trotz wirtschaftlicher Motive selbst trifft.

Wenn eine Frau beispielsweise von einem Zuhälter gezwungen oder bedroht wird, ist das etwas völlig anderes, als wenn sie sich aus freien Stücken dafür entscheidet, mit Prostitution mehr Geld zu verdienen, als sie in einem anderen Beruf mit Mindestlohn verdienen würde.

Das sind doch im Grunde die Beweggründe für die Regulierung.


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