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@markus - was fährst du eigentlich hier für eine Agenda? (Politik)

Ulrich, Sonntag, 19.07.2026, 07:59 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 31 Min.) @ Habakuk

Wenn es verlogene Menschen braucht um Veränderung herbeizuführen die ohnehin nicht herbeigeführt werden, braucht es dann die verlogenen Menschen wirklich?


Die Chance besteht ja, dass wir als demokratisch-reflektierte Gesellschaft die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Nur glaube ich, dass genau das Gegenteil passieren wird. In einer Woche ist Spahn vergessen und die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben. Dazwischen noch was mit Trump oder der AfD. Aber die eigentlichen Probleme wird man trotzdem nicht anpacken. The Shitshow must go on.


Tschuldigung, aber im Fall Spahn wurde wirklich keine Sau durchs Dorf getrieben. Die erste Meldung dazu habe ich am Donnerstagnachmittag gehört, schon am Freitag gab es einen außergewöhnlich breiten Konsens, dass Spahn in seiner Position nicht haltbar ist, heute morgen kam der folgerichtige Rücktritt. Da hat jemand (nicht zum ersten Mal) ziemlichen Mist gebaut und durfte nun zügig seinen Hut nehmen.

Ja, das ging sehr schnell und überraschend sachlich.

Außergewöhnlich war auch, dass niemand aus der CDU Position für Jens Spahn bezogen hat. Entweder hat man ihn kritisiert, oder man hat geschwiegen. Aus anderen Parteien kam eher wenig bis gar nichts. Da herrschte wohl vielfach der Gedanke vor "Das muss die CDU selbst regeln!". Und auch in den Medien sind mir kaum unangemessene Artikel aufgefallen. Interessant war wohl, dass die Bild, die zuerst über den Nachwuchs im Haus Spahn berichtet hat, anscheinend recht massiv Spahns Rücktritt forderte, im Detail habe ich das nicht verfolgt. Andererseits konnte Jens Spahn aber im Podcast von Paul Ronzheimer ausführlich seine Position darstellen.

Entscheidend für den Rücktritt dürfte die Position von Friedrich Merz gewesen sein. Der hatte wohl erkannt, dass Jens Spahn nicht zu halten war, sich öffentlich nicht vor seinen Fraktionsvorsitzenden gestellt und ihm intern den Rückzug vom Amt nahegelegt.


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