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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

Gargamel09, Montag, 20.07.2026, 22:44 (vor 46 Tagen) @ markus

Aus einer Vergütung und einem Vertrag folgt nicht automatisch, dass eine Frau keine Selbstbestimmung mehr besitzt oder nur noch „Mittel zum Zweck“ ist. Auch in vielen anderen Bereichen entscheiden Menschen aus finanziellen Gründen über Tätigkeiten, die ihren Körper oder ihre Gesundheit betreffen. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen diese Entscheidung getroffen wird.

Ich wüsste nicht, was physisch und vor allem psychisch einer Leihmutterschaft gleichkäme.
Vor allem was passiert, wenn die Mutter, und das ist sie, das Kind nicht hergeben möchte, weil das eben nun mal auch ihr Kind ist?
Wird sie unter Druck gesetzt?
Wird ihr das Kind bei der Geburt gleich weggenommen, damit sie bloß auf keine dummen Ideen kommt.
Eine Frau kann im vorhinein noch so abgeklärt wirken, was in den 9 Monaten mit der Frau passiert, kann niemand vorhersagen, egal wie vertraglich geregelt das alles ist und wie viel Geld fließt.
Das ist kein 0815 Job, der heute beginnt - am Nachmittag hast Du Feierabend und in 9 Monaten endet er.

Ein Vertrag bedeutet außerdem nicht automatisch, dass jemand seine persönlichen Entscheidungen vollständig aus der Hand gibt. Eine Leihmutter bleibt selbstverständlich eine eigenständige Person mit eigenen Rechten.


Die eigentliche Frage ist daher nicht nur „Geld oder kein Geld“, sondern: Gibt es ausreichende Schutzmechanismen, damit eine Frau freiwillig, informiert und ohne unzulässigen Druck entscheiden kann?


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