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Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert (Politik)

Alones, Sonntag, 19.07.2026, 19:44 (vor 47 Tagen) @ markus

Für mich gehört es zur Demokratie, zu akzeptieren, dass Menschen legale Entscheidungen treffen dürfen. Auch wenn man sie selbst nicht gutheißt.

Außerdem sollte man zwischen Privatleben und politischem Amt unterscheiden. Es ging hier nicht um eine politische Entscheidung, sondern um den privaten Kinderwunsch eines homosexuellen Paares. Angesichts der Rechtslage befand sich Spahn dabei in einer tragischen Zwickmühle. In Deutschland war Leihmutterschaft verboten, für gleichgeschlechtliche Männer gibt es aber keine andere Möglichkeit, gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen. Dass man sich dann für einen im Ausland legalen Weg entscheidet, muss man dann eben akzeptieren.


Was soll denn daran tragisch sein? Der übrigen Argumentation kann ich zwar auch nicht folgen, aber aus Jens Spahn einen tragischen Helden machen zu wollen, ist schon bisschen skurril.


Mit „tragische Zwickmühle“ meinte ich den Konflikt der Situation: Für zwei Männer gibt es keine Möglichkeit, auf natürlichem Weg gemeinsam ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen, und in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer trotzdem einen Kinderwunsch hat, steht vor der Wahl, darauf zu verzichten oder einen im Ausland legalen Weg zu nutzen.

Das stimmt so aber auch nicht. Es ist auch als homosexuelles Paar möglich, ein Kind mit einer Frau zu zeugen. Entweder über Samenspende oder auf dem "klassischen Weg". Wie dieses Arrangement dann ausgestaltet wird, muss man halt sehen. Es ist jedoch nicht unmöglich. Und mit Geld lässt sich auch in Deutschland viel regeln.


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