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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

Alones, Montag, 20.07.2026, 20:21 (vor 21 Stunden, 57 Minuten) @ markus

Das darf tatsächlich kein Argument sein. Ansonsten dürftest du auch homosexuellen Paaren keine Adoption erlauben, weil die Kinder ja in der Schule gemobbt werden könnten.


Es macht aber einen Unterschied, ob ein Kind von einem homosexuellen Paar adoptiert wurde, weil die leiblichen Eltern beispielsweise verstorben sind, oder ob ein Kind gegen Bezahlung von einer wildfremden Frau aus einem anderen Land mit einer wiederum fremden Eizelle ausgetragen wurde. Das Kind selbst kann dann freilich nichts dafür, aber es wäre schon sehr naiv zu glauben, dass sich das nicht irgendwie auf das Kind in der Entwicklung auswirken wird.


Auch bei heterosexuellen Paaren gibt es zahlreiche Konstellationen, die statistisch mit höheren Risiken für Kinder verbunden sind, etwa Armut, Trennungen oder Gewalt in der Familie. Trotzdem käme kaum jemand auf die Idee, deshalb die Familiengründung zu verbieten oder von Vermögen, Beziehungsstabilität oder einem Eignungstest abhängig zu machen. Ein bloßer Risikohinweis reicht also nicht aus, um ein Verbot zu begründen.

Ich sage ja auch nicht, dass der Punkt alleine ausreicht, um ein Verbot zu rechtfertigen. Aber es ist ein Aspekt, den man nicht komplett ausklammern kann. Denn genauso wenig kann man den Elternwunsch von homosexuellen Paaren als so absolut darstellen, dass dieser quasi jedes Mittel rechtfertigt, um sich diesen zu erfüllen.


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