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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

markus, Dienstag, 21.07.2026, 13:51 (vor 47 Tagen) @ Litze80


Also geht es im Kern doch nicht um die Frage, ob man gut bezahlte, freiwillige Prostitution grundsätzlich erlauben dürfte, sondern darum, ob man diese erst dann grundsätzlich erlauben sollte, wenn sie so reguliert ist, dass auch wirklich nur gut bezahlte, freiwillige Prostitution stattfindet und man die illegale direkt erkennt und sanktionieren kann.


Und wer soll illegale oder unfreiwillige Prostitution „direkt erkennen“? Gerade Ausbeutung lebt davon, dass sie nach außen freiwillig erscheint. Ich glaube nicht, dass sich ein Markt schaffen lässt, in dem man freiwillige Prostitution sauber von Ausbeutung trennen kann. Gesetze sollten sich nicht an den wenigen privilegierten Fällen orientieren, sondern an der Realität derjenigen, die am verletzlichsten sind.

100% Sicherheit ist auch utopisch. Auch in anderen Bereichen – etwa Schwarzarbeit, häusliche Gewalt oder Menschenhandel in der Landwirtschaft – gibt es erhebliche Kontrollprobleme. Trotzdem werden die legalen Tätigkeiten nicht verboten, sondern der Staat versucht, Missbrauch besser aufzudecken und zu bekämpfen.


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