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Wir nähern uns leider der Kohfeldt Frage (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 13.01.2025, 00:46 (vor 373 Tagen) @ DomJay

Es ist aber leider eine völlig unrealistische Erwartungshaltung, dass der BVB in allen Wettbewerben gleichzeitig auf höchstem Niveau performt. Das hat der BVB noch nie geschafft und wird er auch nie schaffen. Wir sind nicht Real Madrid.


Es reicht aber, wenn der BVB sein Niveau erreicht und das tut er derzeit in der Liga überhaupt nicht.


Vielleicht liegt das an der Ungeduld und den zu hohen Erwartungen. Ich habe schon damals darauf hingewiesen, dass es keine sonderlich gute Idee ist, einen CL-Finaltrainer wegzumobben und durch Nuri zu ersetzen. Und dass es dann eher schlechter und nicht besser wird. Aber nicht wenige wollten das so. Dann muss man jetzt auch dazu stehen.


Die Leistung wird nicht durch die Geduld oder Ungeduld beeinflusst. Wir sehen eine Saison voller Fehler. Manche von Spielern, manche vom Trainer, manche von Kehl/Ricken.

Insgesamt einfach zu viele. Das sind keine Garantien um in Madrid, gegen Barca oder München zu gewinnen. Aber es sind genug um in Wolfsburg auszuscheiden und in der Liga dem Niveau von Mainz hinterher zu rennen.

Inzwischen sehe ich uns in der Kohfeldt Lage. Auch Werder wollte umbedingt, dass es mit deren auserkorenen Trainer klappt. Auch Kohfeldt galt als talentiert, akribisch. Man wollte es schaffen, schaffte dann den Absprung nicht.

Ohne 6 Punkte aus den nächsten 2 Spielen weiß ich nicht, wie man weiter machen sollte

Kohfeldt hatte seinerzeit allerdings knapp 2 (für Werderverhältnisse) erfolgreiche Jahre. Baumann und Co hatten also den Nachweis, dass FloKo durchaus eine Mannschaft fußballerisch weiterentwickeln und dabei auch punkten kann. Was neben der Bremer Sehnsucht nach einem neuen Thomas Schaaf auch ein Grund war, warum man in den folgenden nicht erfolgreichen 2 Jahren so lange (und im Endeffekt dann zu lange) an ihm festgehalten hat.

Hinzu kommt, dass es eben auch Baumann und Co waren, die durch falsche Zielsetzung und daraus resultierender vom vorherigen Weg abweichende falsche Transferpolitik die Misere entscheidend mit verursacht hatten. Auch wenn man dies so direkt nicht öffentlich kommuniziert hatte, war man sich dessen sehr wohl bewusst.

Bei Nuri und dem BVB ist die Sachlage etwas anders. Sahin hat erst eine knappe Halbserie als Chefcoach hinter sich. Wie erfolgreich (für BVB-Verhältnisse) man sein bisheriges Wirken beurteilt, mag im Auge des Betrachters liegen. Zufriedenstellen wird es allerdings wohl kaum jemanden. In der Rückserie kann sich allerdings noch einiges ändern.

Allerdings dürfte man sich auch bei den Verantwortlichen des BVB darüber im Klaren sein, dass man sich hier nicht selbst aus der Verantwortung stehlen kann. Man wusste was Nuri wollte und man hat dies ausdrücklich unterstützt, sonst hätte man ihm nicht die Trainerposition anvertraut. Und für die getätigten Transfers ist man zumindest mit-, wenn nicht hauptverantwortlich.

Die ‚Kohfeldt-Frage‘ wird sich daher mMn erst dann stellen, wenn der BVB in der Rückrunde tatsächlich ernsthaft Gefahr laufen sollte, das Saisonziel CL-Teilnahme zu verpassen. Soweit ist es jedoch noch lange nicht, auch wenn man sehr auf der Hut sein muss.


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