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Lieber einen Mahner, als einen Verharmloser (Bolsonaro, Trump und Konsorten) (BVB)

BoisII, Montag, 22. Februar 2021, 12:42 (vor 3 Tagen) @ Litze

Es geht aber doch auch nicht nur darum, jemanden zu steinigen. Es geht auch um Vertrauen. Vertrauen ist mit die wichtigste Währung der Politik und gerade in Ausnahmesituationen wie im Moment wird es ohne Vertrauen sehr schwierig.

Fakt ist einfach, dass mittlerweile klar ist, dass auf ganz vielen Ebenen ganz viel falsch gelaufen ist. Beispiele:

- die EU-Kommission mit UvdL an der Spitze hat am Anfang ein sehr unglückliches Bild gemacht, als Italien alleine gelassen wurde; die Impfbestellung ist dann auch nicht gut gelaufen

- Spahn, Scholz und Altmaier sind mind. dafür mitverantwortlich, dass der letzte Sommer komplett verschlafen worden ist, was u.a. dazu führt, dass Hilfe jetzt nicht ankommen, die Computersysteme immer noch katastrophal sind und es immer noch keine Schnelltests für jeden gibt; Altmaier hat ja auch sinngemäß in einem Interview am Wochenende gesagt, dass man sich nicht aktiv auf eine zweite Welle vorbereitet hat, da man damit ja nicht wirklich gerechnet hat

Konsequenzen gab es aus all diesen wirklich gravierenden Fehlern eigentlich keine. Die gleichen Leute sind immer noch in der Verantwortung. Es wird seit Monaten nur reagiert, ohne dass auch mal frühzeitig der übernächste Schritt geplant wird. Im ersten Lockdown wusste man wirklich noch nicht viel, aber jetzt ist die Pandemie seit einem Jahr da und es wird teilweise immer noch so reagiert, als ob man überrascht sei. Es fehlt jede Perspektive. Das kann es nicht sein.

Wenn das jetzt ein einmaliger Ausrutscher wäre, könnte ich ja vielleicht noch Vertrauen dazu aufbringen, dass es jetzt besser wird. Leute wie UvdL fallen aber schon seit Jahren dadurch auf, dass kein Großprojekt gelingt und man dann nach oben befördert wird. Klassische Parteisoldaten. Und Kritik innerhalb von Parteien gibt es eh nicht. Da machen alle eigenen Minister immer einen super Job.

Viele Leute sind müde. Man wünscht sich wieder Aufbruch. Ich habe zumindest meine Zweifel, dass das mit dem - in meinen Augen verbrannten - Personal gelingt.

PS: Ich sehe in dem Kontext die Medien auch kritisch. Die Berichterstattung hat sich meiner Meinung nach viel zu lange darauf beschränkt, die Phrasen der Handelnden zu wiederholen. Man hätte viel früher, viel kritischer über das ganze Versagen berichten müssen.

 

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