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Das ewige Wachstum geht weiter (BVB)

Phil, Freitag, 22.09.2017, 14:18 (vor 3038 Tagen) @ Bernhardt
bearbeitet von Phil, Freitag, 22.09.2017, 14:26

Ich habe mich an der etwas verallgemeinernden Aussage "Wir" gestossen Und darum gebeten zu differenzieren

Da hast du meinetwegen auch Recht, aber schlussendlich müsste man dann auch in meinen Augen noch weiter differenzieren. Und über die Landesgrenzen hinaus gehen.

Ich habe mithin nicht von prekären Lebenverhältnissen gesprochen, sondern von prekären Arbeitsverhälnissen. Die dann durchaus für die entsprechenden Lebensverhältnisse ausschlaggebend sein können. Durch Schaffung der "Minijobwelt" wurden unter anderem die Grundlagen für prekäre Arbeitsverhältnisse gelegt.

Vorher gab es gar keine Arbeit und halt Sozialhilfe. Beziehungsweise ABM-Maßnahmen.

Ich habe eine größere wissenschaftliche Arbeit damals zu dem Thema geschrieben und kann nicht erkennen, dass es nun vor der Agenda 2010 und den so genannten Hartz-Reformen eine gerechtere oder gar bessere Welt gegeben hätte.

Ich gehöre weder einer Gewerkschaft an, noch will ich auf hohem Niveau jammern oder dergleichen. Ich hatte allerdings mehrfach das fragwürdige Vergnügen, im industiellen Umfeld Menschen - die mit Zeitverträgen ausgestattet wurden und/oder Leiharbeiter .. - kennenzulernen, die frustriert über ihre Zukunftsaussichten- ängste plauderten.

Die kenne ich auch. Und die findet man überall. Im übrigen inzwischen auch auf höherem Lohnniveau. Denn auch ein hohes Einkommen schützt nicht vor Zukunftsängsten. Im Zweifel sogar im Gegenteil. Und Frustration gibt es dadurch auch genug.

Nur gab es das früher durchaus auch.

Mitnichten waren die Zeiten früher "rosiger" als heute. Das habe ich nie behauptet. Nur, dass Deutschland zu einem Niedriglohnland in Europa geworden ist ist schon bemerkenswert, wie ich finde.

Die Welt hat sich verändert. Und das Deutschland nun DAS Niedriglohnland in Europa ist, schützt uns zumindest vor Zutsänden wie in Frankreich. Kleinere Nationen haben da natürlich andere Bedingungen und können auch anders die Dinge angehen. (davon ab finde ich eh schwierig, diese Sektoren ländervergleichend zu betrachten).

Davon ab hatten wir halt - um mal wieder zu Pispers zurückzukehren - vor 1990 einen riesengroßen Niedriglohnsektor (inklusive Frustrationen) auf dem heutigen Gebiet Deutschlands: Die DDR.

MFG
Phil


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