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Zieht sich die Scheisse schon in ein Fussball Forum (BVB)

Wickiborusse, Dortmund, Freitag, 22.09.2017, 00:17 (vor 3039 Tagen) @ Foreveralone

Nicht jeder sozialistische Quatsch sollte hier eingeführt werden. Es gibt genügend warnende Beispiele. Nehmen wir deine Einheitskrankenversicherung.
Länder, in denen sie eingeführt wurde ( bspw. Grossbritannien) ächzen unter den Folgen.
Das duale System in Deutschland hat sich in der Form bewährt, als dass Ärzte insbesondere an Privatpatienten Geld verdienen können. Indirekt subventionieren Privatpatienten damit die recht breite Ärzteschaft, die wir hier noch geniessen, für Kassenpatienten mit.
Auswüchse in der Form, dass Kassenpatienten ewig auf einen Termin warten müssen, gehören natürlich auf vernünftige Weise geändert. Da sollte man sich was einfallen lassen.
Aber sozialistischen Quark, dass es allen gleich schlecht gehen muss, nur damit alles gleich ist, gehe ich nicht mit.


Es geht nicht nur um Termine, sondern auch um die entprechend gleiche Behandlung. Beim Thema gesundheitliche Versorgung von Sozialismus zu sprechen, ist schon ein starkes Stück und das von Jemanden aus Dortmund.

Von mir aus können die (wohlhabenden) Bürger in diesem Land gerne eine zusätzliche Krankenversicherungen aufnehmen, aber einzahlen sollte quasie jeder in einer Solidargemeinschaft


Die Behandlung ist die gleiche. Was die gesetzliche Kasse bezahlt, wird im SGB V und zusätzlichen Verordnungen geregelt. Glaubst du ernsthaft, dass es anerkannte und wirksame Behandlungsmethoden und Therapien gibt, die die gesetzliche Kasse nicht zahlt? Die Krankenkassen zahlen selbst für nicht zugelassene Medikamente wie Pembrolizumab bei Bronchialkarzinom. Und das kann hunderttausende Euro kosten.

Die Behandlung ist je nach Tarif und Anbieter sogar besser.
Ich sehe in der privaten Versicherung ein mögliches und legitimes Plus an Leistung, welches aber nur "kosmetischer" Natur sein sollte, wie eben besseren Zahnersatz und Schönheitschirugie.

Mein Problem hierbei ist einfach, dass Menschen hier in unterschiedliche Töpef einzahlen und das einer Solidargemeinschaft wiederspricht und die Gesellschaft spaltet.

Wenn im Einzelfall mal wieder Fälle durch die Medien geistern, hat wohl der medizinische Dienst der Krankenkasse sein Ok nicht gegeben. Kann passieren.


Darf aber beim Thema Gesundheit nicht passieren.

Heisst aber nicht, dass die Krankenkasse die Psychotherapie nicht generell zahlt.


Die kassenärztliche Psyhotherapie besteht meistens draus, dass der Patient mit Anti-Depressiva versorget, weil es einen gravierenden Mangel an Psychotherpeuten gibt.

Wenn private Kassen ihr Leistungsportfolio über das Niveau der Gesetzlichen heben (Heilpraktiker bspw. oder besserer Zahnersatz ), ist das verdammt nochmal ihre Sache. Sie dürfen das, um attraktiv zu sein. Ein Grundrecht ist daraus nicht her zu leiten.


Ja, ich als Dortmunder rede vom drohenden Sozialismus in der Gesundheitspolitik. Wir warten dann alle zusammen noch länger als jetzt schon die Kassenpatienten. Wenn du das willst......


Wenn alle in die gesetzliche einzahlen müssen, sehe ich dein Horroszenario nicht auf uns zu kommen. Und es ist bei den jetzigen Überschüssen schon lustig, hier an einem Zusammenbruch zu glauben.

Die Behandlung ist nicht besser. Wie soll das auch möglich sein? Ein MRT ist ein MRT. Nur weil ein Kassenpatient kommt, wird der Radiologe bestimmt nicht sein zwanzig Jahre altes Modell aus dem Keller holen.

Dein Problem mit der Solidargemeinschaft kann ich grundsätzlich verstehen. Es ist uns allerdings nicht damit geholfen, alle runterzuziehen, um alle auf einem noch schlechteren Level gleich zu behandeln. Wenn nicht finanzkräftige von den Finanzkräftigen indirekt profitieren. Warum nicht? Es ist allen damit geholfen und es steckt Logik in diesem System.

Wenn der medizinische Dienst der KK erstmal etwas ablehnt, wird er seine Gründe haben. Da helfen noch so schöne Geschichten in der Blöd nicht weiter. Dann gibt es die Möglichkeit des Widerspruchs und der Klage vor dem Sozialgericht. Eine der Seiten wird schon Recht haben. Und immer noch gilt, dass die weitaus meiste Zahl der Ablehnungen richtig ist.
Denke daran, dass die Solidargemeinschaft nicht alles zahlen muss. Dazu haben die Beitragszahler auch ein Recht.

Der gravierende Mangel an Psychotherapeuten hat in dieser Diskussion nichts verloren. Dazu können private Kassen nichts.


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