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Auf dem Platz standen gestern (BVB)

Jahwio, Donnerstag, 21.09.2017, 12:39 (vor 3039 Tagen) @ Jens

Die AfD macht Wahlkampf mit Angst. Klar. Sie sprechen aber im Gegensatz zum Rest der Parteien eben genau diese Ängste einiger Bürger an, während man schon den Eindruck hat, dass ohne diese rechte Opposition vieles einfach totgeschwiegen wird.

Bei Waffengesetzdiskussionen sind die Linken und Grünen schnell, trotz statistischer Irrelevanz in Deutschland, mit dem Argument "Jeder Tote ist einer zu viel" bei der Hand. Bei Morden und Vergewaltigungen durch vermeintliche Flüchtlinge sind es Einzelfälle. Diese Argumentationsdiskrepanz bei Linken macht es echt schwer nicht zumindest ein wenig mit den Meinungen von AfDlern zu sympathisieren. Und das macht mich ehrlich gesagt schon betrübt. Ich möchte meine Meinung nicht bei der AfD finden, sondern lieber bei bürgerlichen Parteien.

Nun haben aber Linke selbst die CDU und CSU in jedem Wahlkampf immer wieder in die Mitte und links davon geredet: "Fischen Wähler am brauen Rand". Das Argument Linksradikaler immer alles und jeden im Zweifel in die Nähe von Hitlerliebhabern zu setzen ist kontraproduktiv. Hier im Forum las man dann auch schon mal davon "Nicht jeder der sagt, er ist neutral, ist es auch". Und schon ist man quasi im gleichen Boot, wie jemand, der die Reichskriegsflagge über dem Bett hängen hat.

Vielleicht denkt man sich dann irgendwann: Wenn die mich dahin haben wollen, dann wähle ich die nun auch, damit die mal Gegenwind bekommen.

Mit gefällt Deutschland jetzt gerade eigentlich ganz gut. Auch durch die toleranten Einflüsse der 68er, der Grünen und Linken. Aber mittlerweile ist es ein bisschen viel mit der Politik der Gefühle.

Für mich war der entscheidende Punkt, die auf Angst basierenden Argumente der Grünen nicht mehr zu mögen, als diese die Terroranschläge in Paris (durchgeführt mit illegalen, geschmuggelten Schusswaffen) dazu verwenden wollten, ihre pazifistische Ideologie über die EU in einem nicht vom Volk gewählten Gremium in die Gesetze der BRD einzustricken. Da wurden Zahlen in den Raum geworfen ohne zu Erwähnen, dass diese 10 Jahre umspannen. Da wurden in Statistiken Schusswaffengebräuche von Behörden und Selbstmorden und illegalen Schusswaffen in die gleichen Zahlen eingerechnet, wie tatsächliche Vergehen. Hauptsache Angst machen. Ich übe mein Schützen-Hobby gerne aus, keines unserer Mitglieder hat auch nur kleinste Verstöße gegen Gesetze begangen. Selbst zweimal Schwarzfahren kann meine Eignung als Waffenbesitzer in Frage stellen. Und dennoch, trotz Zahlen und Fakten und Statistiken ist das nun mal ein Ideologischer Standpunkt von Links. Kann ich nachvollziehen, ist deren Ansicht. Meine nicht. Ich finde die deutschen Waffengesetze super: Keiner kann einfach so an Waffen kommen, es gibt quasi Kontrollmechanismen, wie die Vereinszugehörigkeit für mindestens 12 Monate, wo die Mitglieder Neulinge schon sehr begutachten. Unter 25 braucht man ein fachpsychologisches Gutachten und das Führen von Waffen ist verboten (im Gegensatz zu den USA z.B.).

Und da finde ich mich eben nicht mehr bei Parteien wieder, die mit Angst, verfälschten Statistiken arbeiten und bei der Gesetzgebung versuchen über die EU und nicht die BRD ihre Ideologien in Recht zu gießen.

Die AfD macht den gleichen Kack. Angst und Überzeichnung von Einzelfällen. Man muss bei denen den Eindruck bekommen, dass jeder Flüchtling derzeit mindestens 10 Frauen vergewaltigt. Grüne/Linke und AfD sind für mich die gleiche Soße. Radikalisten teils nicht wirklich Verfassungskonform.


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