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Auf dem Platz standen gestern (BVB)

Erfolgsfan, Donnerstag, 21.09.2017, 12:08 (vor 3039 Tagen) @ Phil

Hi Phil,

Wenn ich jetzt naiv an diese Aussage herangehe, nennt mir Wikipedia drei charakteristische Elemente der Sinti-Kultur: Sprache, mündliche Überlieferung/Erzählkunst und Musik. Ohne jetzt detailliert zu schauen, was sich dahinter verbirgt, würde ich mutmaßen, dass diese Gebräuche/Gepflogenheiten (Wikipedia nennt es Alltagskultur) anders sind, als die entsprechenden Gegenstücke in vielen Kulturkreisen in Deutschland (vermutlich unterscheiden sich die Kulturen von deutschen Sinti und Roma auch von denen mit entsprechender Abstammung aus anderen Ländern).


Schon klar was Sinti und Roma sind. Aber warum zur Hälle gehört das nicht zur Kultur in Deutschland? Es gab sie hier immer und wird sie hier immer geben. Was gut so ist und Ausdruck einer ausgeprägten und vielfältigen Lebenskultur in unserem Land ist.

Ich wollte es mir nur selbst herleiten, was mit "Sinti und Roma sind kulturfremd" gemeint sein könnte. Sollte keine Abhandlung über die Kultur sein :-)

Sinti und Roma gehören zur europäischen Kultur (meinetwegen auch zur deutschen Kultur), ebenso wie seit Jahrhunderten das Christentum, das Judentum und -vielleicht nicht so lange- der Islam, der Fischmarkt in Hamburg, das Westfalenstadion in Dortmund und das Oktoberfest in München.

Meinetwegen auch die Erinnerungskultur an traumatische Ereignisse in der deutschen Geschichte, wie der letzten Meisterschaft des S03+1.

Kultur ist, wie du zutreffend sagst, durch Vielfalt geprägt.
Das ist übrigens die Stärke unserer Kultur, wie ich finde.

Was wäre falsch daran zu sagen, dass (mir) diese Kultur fremd ist?


Kann man sagen. Aber was man daraus folgert ist entscheidend.

Für den rechten Rand bedeutet "Fremdheit": Will ich nicht, muss weg oder darf nicht rein.

Für mich: Es sollte darüber gesprochen werden, wie unterschiedliche Werte, Ansichten, Gepflogenheiten zur gegenseitigen Bereicherung miteinander in Einklang gebracht werden. Das gilt nicht nur für die "deutsche Leitkultur" und dem Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichster Herkunft, sondern betrifft für mich auch die Auseinandersetzung mit der Kultur der AfD-Wähler.


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