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Mutige Aufstellung (BVB)

TrainerFuxx @, Cosmopolit, Sonntag, 28. Juni 2020, 00:19 (vor 12 Tagen) @ Blarry

Natürlich war das ein Bonusspiel für die Jungs, die in dieser Saison wenig zum Zuge gekommen sind. Die Spielzeit ist um, es geht um nix mehr außer verletzungsfreies Auslaufen, da ist einem das Ergebnis egal, und man möchte sich Eindrücke von der zweiten Reihe verschaffen.

Wer wirklich leistungstechnisch abgefallen ist, war Balerdi. Das war von vorne bis hinten gar nichts. Vor allem im Stellungsspiel katastrophal. Aber das war sicherlich auch dem gesamtauftritt der Truppe geschuldet. Ich hoffe, dass das nicht sein letzter Einsatz für uns war.


Befürchte ich aber. Für anderthalb Jahre langsamer Heranführung an den Profifußball und an Europa als Lebensort allgemein war das eine erschreckend schwache Darbietung. Da mangelt es selbst an der Beherrschung der Grundlagen der Innenverteidigerposition: ausrücken oder in Linie bleiben, Stellungsspiel, Winkel verkürzen und Räume vedichten. Eine Zukunft bei Borussia Dortmund sollte jetzt wirklich nicht im Zentrum seiner Gedanken stehen, sondern ob es überhaupt für erstklassigen europäischen Fußball reicht.

Balerdi hat mit dem Wechsel zu einem sportlich so hochstehenden Klub ganz schön Zeit verloren. Wie im Spielthread schon geschrieben, hatte ein Matze Ginter im gleichen Alter bereits um die 80 Bundesligaspiele bestritten, Champions League gespielt; und das trotz oder gerade wegen einer weniger ambitionierten, langsameren Karriereplanung. Klar isses für Spieler aus Südamerika schwieriger, in Deutschland durchzustarten, als in Südeuropa, wo zumindest die Sprachbarriere entfällt. Dennoch ist 21 ein Alter, in dem man schon längst einen Fuß in der Tür haben sollte, wenn man es zu etwas bringen will.

Auf lange Sicht und strategisch ist die Personalie natürlich kein Beinbruch. Wenn in einem Zweijahresfenster ein Jugendspieler 70+ Millionen bringt, ein weiterer komplett ausfällt, einer gut genug ist um in der Mannschaft zu bleiben und zwei zu kleineren Profiklubs wechseln, ist die Jugendarbeit immer noch top und erfüllt ihren Zweck. Schwund ist immer.

Natürlich.
Für den Groß-Kapitalisten und Sklaventreiber.

Aber dass hatte ja schon PSG vorgemacht, indem sie eine Zeit lang jedes afrikanische Talent holten, und wenn 9 von 10 auf der Straße enden, ohne Eltern, Zukunft und Pass, ist es ihr Pech.
Die hätten besser trainieren können.
Aber solange einer der 10 die Talentrakete wird, lohnt es sich doch trotzdem.

Geile Geschäftsidee.
Mit dieser Einstellung zu Mitmenschen als Arbeitskraft und einer Peitsche kannst du vielleicht sogar noch einmal die lahmende Baumwollindustrie in den Südstaaten beleben.

 

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