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Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht (BVB)

Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 22.08.2024, 09:34 (vor 542 Tagen) @ markus

Natürlich ist es das. Ich habe die 100+X Seiten Chronik nicht gelesen, aber welche drei Sätze ich hiervon für meine Homepage rauspicke entscheidet wohl kein Historiker gegen die Unternehmenskommunikation


Es ist dennoch ein Unterschied, ob ein Unternehmen sich selbst darstellt, oder ob die Darstellung von einem Historiker kommt. Natürlich entscheidet letztlich das Unternehmen, ob das tatsächlich (unzensiert) veröffentlicht wird. Aber mal angenommen, man hätte die unschönen Dinge einfach beschönigt oder zensiert und das wäre dann rausgekommen. Dann wäre der Aufschrei aber groß.

Ich halte es im Übrigen für einen massiven Widerspruch, einerseits eine Aufarbeitung zu fordern (mit der unschöne Dinge ans Tageslicht kommen) und andererseits historische Texte, die einen Teil dieser unschönen Dinge unverblümt preisgeben, zu kritisieren.

Ich habe den Eindruck, wir reden aneinander vorbei. Nochmal kurz die Fakten: Rheinmetall hat einen Historiker (der als freiberuflicher Historiker beschrieben wird, aber seit 30 Jahren für das Unternehmen arbeitet, daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich nicht um eine komplett unabhängige Aufarbeitung handelt). Dieser Historiker hat eine sehr umfangreiche Chronik veröffentlicht, die auch über (ich glaube) 100-150 Seiten die NS-Zeit behandelt. Diese Chronik mag ich nicht bewerten, weil ich sie noch nicht gelesen habe, es gibt allerdings Fachliteratur, die bemängelt, dass dort zentrale Punkte ausgespart wurden (z.B. die Frage, ob sich das Unternehmen aktiv um Zwangsarbeiter bemüht hat). So viel zum Teil der reinen geschichtswissenschaftlichen Aufarbeitung, die ich aus genannten Gründen nicht abschließend bewerten möchte.

Rheinmetall nimmt nun diese Erkenntnisse und platziert auf ihrer Homepage eine halbe Seite, die teils aus Scherzchen („ach, die deutsche Bürokratie ;)))))“) teils aus Berichten eines Zwangsarbeiters besteht, der (was für ein Zufall) von einem netten Rheinmetall-Meister in seinem Werk berichtet. Als es dann um seine versuchte Flucht und Gefangennahme geht, endet übrigens dieser Bericht mit dem Kommentar, dass „nachfolgendes“ wohl „zu schrecklich“ war, um sich „noch einmal daran erinnern“ zu wollen.

Ich verstehe nicht, wieso du nun bemängelst, dass sich die Kritik an dieser Vorgehensweise an den „unschönen Dingen“ aufzieht? Es ist doch buchstäblich das Gegenteil der Fall, Rheinmetall sucht sich die möglichst verharmlosendste Erzählung aus der Chronik und packt diese auf die Homepage


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