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Ihr belügt euch nur selbst. (BVB)

HH-Tim, Lüneburger Heide, Mittwoch, 21.08.2024, 15:36 (vor 543 Tagen) @ Giog

Dazu habe ich heute auch schon etwas hier geschrieben und ich denke, dass man das auch nicht unterschlagen kann.

Diese Verpflechtungen der weltweiten Rüstungskonzerne bzw. auch die unterschiedlichen "Orte" der Produktoinen, sind nun nicht zwingend bzw. nicht eonzig (ob überhaupt weiß ich nicht) ein Versuch irgendwas zu verschleiern.

Auch sie sind Teil großer globaler Bündnisse. Politischer Interessen. Geopolitischer Entscheidungen. Und auch aus Italien (als Teil der EU), darf nichts rausgehen, was nicht mit den Kriegswaffenexport-Gesetzen der EU konform wäre. Und von dort geht auch nur raus, was der italienische Staat z.B. zulässt.

Das ist ja völlig klar. Ebenso wenig können die US Miteigentümer von Rheinmetall ja verlangen, dass die Export Gesetze der USA Anwendung auf die Düsseldorfer Rheinmetaller findet.

MFG
Phil


Sorry, aber ich finde damit unterschlägst du mit sehr großen Schlagworten der "politischen Interessen" und "geopolitischen Entscheidungen", dass der BVB eine Partnerschaft mit einem Unternehmen eingegangen ist, welches auf einem sehr hohen Niveau äußerst zweifelhafte Geschäftspraktiken an den Tag legt. Über zig Bestechungsskandale haben wir da noch gar nicht gesprochen. Und mir geht schlicht und ergreifend nicht in den Kopf, wieso ich mit dem bloßen Verweis auf die weltpolitische Lage oder dem "Argument", dass das in dieser Branche nunmal so ist, diesen Umstand hinnehmen soll und wohin uns diese Argumentation führen soll. Man könnte ja auch mal die Gegenprobe machen: wo definieren wir eigentlich unsere Grenzen für ein Sponsoring? Was sind in Zeiten von Rheinmetall und Online-Casinos eigentlich rote Linien, die man in einem bekannten Podcast irgendwie aufgeworfen hat, aber nicht ansatzweise nachvollziehbar mit Leben füllen konnte?

Die Argumentation ist ja auch ok, und man kann zu dem Rheinmetall Deal auch so stehen. Der Konzern hat insbesondere in den für Ihn schwierigen Zeiten der letzten 2-3 Dekaden auch bestimmt nicht immer das beste Bild abgegeben, was "saubere" Geschäftspraktiken angeht.

Ich für meinen Teil kann auch bis jetzt noch keine Klare Haltung zu dem Sponsoring von Rheinmetall eingehen, weil ich dem Konzern generell auch eher negativ gegenüber stehe, aber trotzdem eine Notwendigkeit dieser Branche im demokratischen Teil der Welt sehe. Und es damit auch einfach legitim ist, dass diese UInternehmen für Arbeitnehmer interessant sein wollen.

Was ich aber befremdlich finde ist, dass die Argumentation doch auf Rheinmetall als Hersteller von Waffen/Tötungsmaschinen verkürzt wird.
Insofern ist der Hauptpunkt der Kritik bei einem ganz großen Teil der Gegner des Deals hier schon, dass eben Waffen gebaut werden, also deren Produkt an sich. Und das ist mir, genau wie andersrum Rheinmetall als Verteidiger der Demokratie, dann doch etwas platt und kurz gegriffen.


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