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Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins" (BVB)

mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 15:35 (vor 543 Tagen) @ Phil

Das ist ja Ziel der Aktion. So auch durch die politischen Entscheidungsträger kommuniziert und gefordert. Nicht zuletzt auch von jenen der "Grünen".

Weiß jetzt nicht, warum da reflexartig „auch die Grünen“ rein muss. Das politische Ziel mit einem privatwirtschaftlichen Sportsponsoring zu verfolgen, mutet nun aber auch nach einer kruden Allianz an. Politische und gesellschaftliche Kommunikation sollte dann doch anders laufen und nicht durch privatwirtschaftliche Instrumente.

Dennoch kann man natürlich übergeordnete Überzeugungen haben, die einen dazu veranlassen, eben einen (von mir aus) ökonomisch reizvollen Deal zu machen, obwohl man weiß, dass die Meinungen bei diesem auseinandergehen.

Oder man bewertet halt einen ökonomisch reizvollen Deal für so wichtig, dass man in bar moralischer Bedenken durchzieht. Beim Profifussball liegt der Verdacht nun einmal sehr nah - insbesondere mit der Vorgeschichte aus Gladbach und das vom BVB bis zum Deal wirklich quasi nichts kam zu dieser gesellschaftlichen Debatte.

Man hätte den Deal min. mit einer unabhängigen, kritischen Aufarbeitung der Geschichte verbinden müssen. Das wäre etwas handfesteres als dieses wischiwaschi Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion.

Die Rolle Rheinmetalls ist in den Punkten Aufrüstung und Ausrüstung (der Ukraine) natürlich auch deutlich prägnanter. Und inwiefern der "Ruf" des Konzerns dabei wichtig ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Völlig grundlos werden sie nun nicht einige Millionen dafür in die Hand nehmen, denn, sie sind halt ein gewinnorientiertes kaufmännisch geführtes Unternehmen.

Natürlich nicht. Aus deren Sicht gibt es gute Gründe sein Image aufzupolieren mit Sportsponsoring anstatt bspw. lieber die Unternehmensgeschichte ordentlich aufzuarbeiten.
Diese Gründe werden aber wenig damit zu tun haben, dass man die Freiheit, die Gesellschaft o.ä. verteidigen will. Man will schlicht Geld erwirtschaften und bei den Kunden hat man in der Vergangenheit keine allzu großen Standards angelegt - sondern das musste die politische Ebene machen.


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