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Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins" (BVB)

Goalgetter1990, Mittwoch, 21.08.2024, 12:10 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
bearbeitet von Goalgetter1990, Mittwoch, 21.08.2024, 12:23

"Es war, zumindest meinem Verständnis nach, immer das Bestreben des BVB, Menschen zu verbinden und in Frieden zusammen zu bringen – nicht jedoch deren Tötung durch Gerätschaften eines Champion Partners auch noch zu bewerben."

"Tötungsgerät"

"Ist es wirklich Aufgabe eines Sportvereins, der sich vor nicht mal zwei Jahren einen weltoffenen, verbindenden und Gewalt ablehnenden Grundwertekodex verliehen hat, Werbung für einen konkreten Hersteller von Tötungsgerät zu machen?"

Ich selbst habe keinen Hehl daraus gemacht, dass ich das Sponsoring für Rheinmetall für gut und richtig halte.

Ich kann zumindest Teile der Argumentation gegen das Sponsoring durchaus nachvollziehen, insbesondere der Punkt, dass eben doch teilweise Autokratien/Diktaturen beliefert werden, oder auch dass es eigentlich nicht nötig ist, diese Diskussion überhaupt aufkommen zu lassen.

Was ich hingegen überhaupt nicht nachvollziehen kann, dass (wie auch hier wieder im Artikel) die Argumentation aufkommt, dass das Sponsoring eines Waffenherstellers per-se nicht mit unseren Werten vereinbar ist, da es sich eben um einen Waffenhersteller handelt. Wir sagen auf der einen Seite (fast alle), dass Waffenhersteller ein wichtiger Teil unseres Staates und damit auch der Gesellschaft sind, auf der anderen Seite wird argumentiert, dass ein dieser nicht mit unseren Werten vereinbar ist.

Weshalb eigentlich genau? Wie gesagt, die Argumentation mit den Exporten kann ich zumindest in Teilen nachvollziehen. Die Argumentationskette weshalb ein Hersteller von tödlichen Waffen auf der einen Seite wichtiger Teil der Gesellschaft ist, auf der anderen Seite aber unsere Werte als Verein/Community verletzt, habe ich bis heute noch nicht gesehen. Selbstverständlich stellt ein Waffenhersteller tödliche Waffen her (oder wie der Artikel es negativ benennt "Tötungsgerät"), das ist seine Aufgabe. Wie Sascha unten ebenfalls festgehalten hat, ist dies auch fundamental jedem klar, sodass die Vergleiche zum Sportwashing (wo über das Sponsoring aktiv Dinge verschleiert werden sollen) so nicht halten. Wenn wir das per-se auf der einen Seite gesellschaftlich als ok und notwendig ansehen, wie kann es dann per-se gegen unsere Werte verstoßen? Mein Verständnis ist, dass sich der Grundwertekodex des Vereins und der Fanszene stark an unserem gesellschaftlichen Wertekodex ableitet.


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