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Trump empfiehlt dubiose Wunderheilerin (Corona)

Ulrich @, Donnerstag, 30. Juli 2020, 13:39 (vor 52 Tagen) @ pactum Trotmundense Eintrag verschoben durch CHS

Aber ein demokratischer Präsident könnte vieles wieder reparieren.


Ich bin da nicht so optimistisch. Das Problem der USA ist mittlerweile systemimmanent. Obama war auch kein guter Präsident. Er kommt international nur so gut weg, weil er im Vergleich zu George W. Bush, Bill Clinton und ganz besonders Donald Trump nicht ganz so auf amerikanischem Egoismus getrimmt war. Aber in der Innenpolitik hatte er nichts vorzuweisen, außer der Krankenversicherung. Im Gegenteil ist die Armutsquote gestiegen.

Du tust meiner Meinung nach Bill Clinton und Barak Obama massiv Unrecht. Clinton mag zwar privat ein Tunichtgut sein, aber er hat nach den Voodoo Economics von Ronald Reagan die amerikanischen Staatsfinanzen wieder saniert. Und Barak Obama hat sechs Jahre lang gegen eine republikanische Mehrheit im Kongress regiert, die seine Politik bewusst sabotiert hat. Donald Trump ist bei den Republikanern nur der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die mit der Tea Party eingesetzt hat. Damals haben die Republikaner auf den ersten schwarzen Präsidenten mit teils verdecktem, teils offenen Rassismus reagiert.


Auch international hat er so ziemlich allen vor den Koffer geschissen. Guantanamo ist nie geschlossen worden, NSA-Skandal, weitere Destabilisierung des Nahen Ostens für Öl und von seiner Politik mit Mittel- und Südamerika sollte man lieber nicht anfangen.

Was soll denn in der USA kommen? Joe Biden? Ich bitte dich. Das ist doch Scheiße nach Geschmack sortieren. Sicherlich ist es für die USA gut, wenn ein geistig gesunder Mensch dort Präsident ist und nicht Trump. Aber Biden steht nun wirklich nicht für eine nachhaltig andere Politik. Die Lage der Unterschicht in den USA wird sich nicht verbessern und die Mittelschicht wird auch weiterhin ausgehöhlt und weiter gemindert. Außenpolitisch wird die USA weiterhin den dicken Macker geben und nur die eigenen Interessen durchsetzen.

Joe Biden ist ein Übergangskandidat. Aber er ist im Vergleich mit Trump zudem auch ein Teamplayer. Ich bin zuversichtlich, dass er sich die richtigen Leute an seine Seite holen und auch auf sie hören würde.


Die USA ist weltpolitisch eine Belastung und das liegt einzig am dortigen politischen System. Demokraten und Republikaner werden daran nichts ändern, auch nicht ändern können, weil sie abhängig von genau diesem System sind.

Das gleiche könnte man beispielsweise auch über Frankreich oder Großbritannien sagen. Und auch dort wäre es falsch.

 

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