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Reißerischer Schnitt des Twitterers (Corona)

Ulrich, Mittwoch, 24.03.2021, 17:10 (vor 1871 Tagen) @ Palermo

Ich habe die Rede heute in Gänze live (im Stream, nicht im Landtag ;-)) gesehen.

Laschet hat dort die allgemeine Stimmungslage, die es noch im Feb. angesichts sinkender Zahlen gab, rekapituliert, um dann den Bogen zur Notwendigkeit der jetzigen Maßnahmen zu schlagen.

Man sollte ja so ehrlich sein, dass sich viele - auch in der Politik - einen raschen Frühlingsbeginn erhofft haben und gehofft haben, dass das schöne Wetter die Übertragung des Virus verlangsamt und damit "Verluste" aufgrund des lahmen Impffortschritts ausgleichen kann.

Das habe ich in dieser Form im Februar auch hier das ein oder andere Mal gelesen.

Spott und Häme über Laschet auszuschütten, ohne den gesamten Redeabschnitt zu kennen, scheint mir daher böswillig und unangebracht.

Und ich bin normalerweise gerne dafür zu haben, wenn es darum geht, Laschet zu kritisieren. Andererseits ist er das letzte "Bollwerk" gegen Söder. Der hat in Sachen Corona außer gelungener Eigen-PR kaum was Nennenswertes zustande gebracht.

Wir reden hier nicht von Lieschen Müller oder Otto Normalverbraucher. Die maßgeblichen Experten haben schon sehr früh, im Grunde schon seit Anfang dieses Jahres vor den von der britischen Mutation ausgehenden Gefahren gewarnt. Man wusste schon im Januar, dass sie wohl deutlich ansteckender ist als der ursprüngliche Typ.

Das hat zu der paradoxen Situation geführt, dass das die Bundesregierung beratende Expertenteam von Lockerungen dringend abgeraten und sogar Verschärfungen gefordert hat. Es waren Landespolitiker, und vorne weg Armin Laschet, die die Lockerungen gegen die Experten durchgedrückt haben und sich auch jetzt gegen Verschärfungen z.B. an Arbeitsplätzen zur Wehr setzen. Es war Armin Laschet, der im baden-württembergischen Wahlkampf gegen angeblich "neu erfundene Grenzwerte" stänkerte, obwohl die Zahl 35 seit 2020 auch in NRW gesetzlich festgeschrieben ist. Und dies, um bei der Merz-nahen CDU-Wirtschaftsrat zu punkten.


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