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Arbeitgeber werden jetzt "dringend gebeten" (Corona)

markus, Mittwoch, 06.01.2021, 19:52 (vor 2124 Tagen) @ Schnippelbohne


Also die Mitarbeiter bei Google, SAP oder IBM, die ich kenne verdienen alle genug um sich einen privaten Rechner zu leisten, mit dem sie dann Netflix schauen, zocken oder sonst was machen. Keiner riskiert seinen Job für sowas. Diese Firmen stören sich auch nicht dran, wenn die Mitarbeiter mal kurz in die Nachrichten schauen, das Wetter checken oder kurz eine nicht dienstliche legale Seite aufrufen. Die haben alle Vertrauensarbeitszeit und wer da keine Leistung bringt, weil die Zeit für privates Zeug drauf geht, wird recht schnell zum Motivationsgespräch gebeten. Was ich alles positiv finde.


Die Grenzen zwischen dienstlicher und privater Nutzung sind sowieso fließend. Man wird vom Arbeitgeber ausdrücklich ermuntert, soziale Netze wie LinkedIn zur Vernetzung zu nutzen. Auf Youtube gibt es inzwischen viele offizielle Produktpräsentationen bzw. PR-Kanäle großer Arbeitgeber. Im Wirtschaftsteil der großen Online-Portale finden sich viele auch beruflich interessante Artikel und, und, und. Kaum ein Arbeitgeber macht sich da noch die Mühe, haarklein zu differenzieren, was man darf und was nicht. Die harte Grenze verläuft allenfalls noch bei bezahlten Pornoseiten.

Es kommt am Ende auch auf den Umfang an. Kurz das Wetter googlen ist kaum ein Kündigungsgrund. Aber wenn jemand über einen längeren Zeitraum sechs Stunden am Tag Netflix schaut, statt zu arbeiten, wird das für eine Kündigung ausreichend sein.


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