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Auch andere Wähler haben richtig was kaputt gemacht (Politik)

markus, Dienstag, 08.09.2026, 16:33 (vor 9 Stunden, 10 Minuten) @ CD7

Die Menschen müssen wieder mehr lernen, dass Politik aus Diskussionen und Kompromissen besteht – zumindest solange eine Partei nicht alleine regiert. Und dann vielleicht auch die richtige Partei wählen. Wer als Mieter und Geringverdiener die AfD wählt, macht komplett das Falsche und sorgt im Zweifel dafür, dass es für ihn selbst noch schlimmer wird.


Welche Parteien sollte man denn wählen, wenn man Geringverdiener ist? Alle anderen Parteien haben doch schon in allen möglichen Konstellationen im Bund und in den Ländern regiert. Doch wo ist denn vergangenen - sagen wir mal letzten 20 Jahren - wirklich etwas für Geringverdiener rausgeholt worden? Bis auf den Mindestlohn fällt mir nicht viel ein. Wo ist im Vergleich relativ zur Restbevölkerung der Lebensstandard von Geringverdienern gestiegen? Irgendwann ist halt der Punkt erreicht, wo jede Glaubwürdigkeit weg ist. Und dann wählt man halt Leute, die vllt. Rassisten sind, aber den Biodeutschen nicht täglich sagen, wie faul sie doch sind. Irgendwann kommt das alles wie ein Bumerang zurück. Das scheint man hier weiterhin nicht zu kapieren.


An der Stelle würde Aufklärung etwas bringen. Die Politik kann nur Lohnuntergrenzen festlegen. Das ist erfolgreich gemacht worden. Für alles darüber hinaus darf sich die Politik gar nicht einmischen. Wir haben eine im Grundgesetz geschützte Tarifautonomie in Deutschland und für die Festlegung angemessener Löhne sind die Tarifparteien zuständig.


Ansonsten beginnt jetzt erst die spannende Zeit. Der wirtschaftliche Abschwung wird die nächsten Jahre noch anhalten. Der Handlungsspielraum wird also noch kleiner. Und die Wenigsten scheinen auch zu verstehen, wie überhaupt ein Haushalt funktioniert. Wo soll denn nun noch das Geld herkommen, um beispielsweise Geringverdiener ernsthaft zu entlasten? Will man bei der Infrastruktur einsparen? Ist ja nicht so, dass hier bereits Brücken zusammenbrechen. Bei der Bildung? Die neusten Pisa-Ergebnisse gesehen? Bei der Rente? Ne, es gibt noch zu viele Boomer. Noch mehr Schulden aufnehmen? Viel Spaß. Und so können wir nun wieder alle Themen durchgehen.

Das gesamte Land befindet sich in einem Deadlock. Ich bin nicht gläubig, aber in der aktuellen Situation hilft tatsächlich nur noch Beten und auf ein Wunder hoffen.


Links der Mitte gibt es zu viele Menschen, die nichts von Finanzen verstehen und gar nicht erst versuchen, sich in die Gedankenwelt von Unternehmern hineinzuversetzen. Die schauen weniger auf Brücken und Straßen und mehr auf die Bedingungen für sich selbst, also Bürokratie, Steuern und die Kostensituation.


den Teil musst du uns mal erklären, klingt ein bisschen pauschal?

Ein Unternehmer schaut weniger auf den Zustand der Straßen, sondern vielmehr auf die Bedingungen, die ihn unmittelbar selbst betreffen. Wenn die Bedingungen attraktiv sind (und dazu gehören nicht Dinge wie Erbschafts- und Vermögensteuer), wird er in Deutschland investieren. Wenn die Bedingungen nicht so gut sind, zieht er Arbeitsplätze ab und verlegt sie ins Ausland. BIP-Wachstum entsteht vor allem dann, wenn Unternehmen Geld investieren – nicht, wenn der Staat möglichst viele Schulden macht.

Ein anderes Beispiel ist die Weigerung, die gesetzliche Rente durch einen kapitalgedeckten Baustein zu ergänzen. Man hat das immer als Zockerei bezeichnet, statt zu begreifen, dass man so die breite Masse an der Marktentwicklung teilhaben lassen kann. Gleichzeitig wundert man sich, dass die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergeht. Das ist nun einmal die logische Konsequenz, wenn die Gewinne oben bleiben. Die Alterspyramide ist seit Langem bekannt, und mehr als 20 Jahre Riesterrente haben einen enormen finanziellen Schaden angerichtet.


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