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Meine 5 Cent (Politik)

Ulrich, Montag, 07.09.2026, 14:24 (vor 53 Minuten) @ BVBMenden

Ich persönlich halte ja Mindestlohn, Rente mit 63, Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht für „auf dicke Hose machen“, sondern für ein Mindestmaß an sozialer Politik. Aber was weiß ich schon?

Wobei man sagen muss, die angebliche abschlagsfreie "Rente mit 63" hatte schon immer als Zweitbedingung, das 45 Beitragsjahre absolviert worden sind. Zudem ist es mittlerweile eine "Rente mit 64 1/2", und demnächst eine "Rente mit 65". Die Betroffenen wissen das in der Regel und sind teilweise in dem Punkt recht empfindlich, weil sie das zu Recht für ein Framing eines Teils der Gruppen halten, die diese Rente abschaffen wollen.

Auf der einen Seite ist es richtig, dass diese Regelung die Rentenkasse Milliarden kostet. Andererseits sind viele mit knapp 65 an einem Punkt angekommen, an denen sie sich den beruflichen Anforderungen nicht mehr voll gewachsen fühlen. Das betrifft eher nicht die Dachdecker, Maurer, etc. Die sind vielfach aus gesundheitlichen Gründen schon eher aus dem Erwerbsleben ausgeschieden.

Übrigens liegt der Durchschnitt bei Eintritt in die Rente heute bei gut 34 Rentenjahren. Wer die Regelung nutzen darf, hat gut zehn Jahre länger eingezahlt.


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