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Was wären eure Lösungen aus den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen? (Politik)

Sayael, Gütersloh, Montag, 07.09.2026, 00:57 (vor 6 Stunden, 13 Minuten) @ MarcBVB

Als Gesellschaft? Wieder mehr miteinander reden.

Wir haben komplett verlernt, in der Sache zu streiten. Das kann/darf/muss in der Sache gerne kontrovers sein. Aber irgendwie dann auch auf die Sache beschränkt.

Aber wir würgen jede Art von Debatte ab. Schlagworte ersetzen Debatten, Zuschreibungen ersetzen Argumente. Es ist egal, WAS jemand sagt, viel wichtiger ist, WER etwas sagt.

Das ist der Hebel, an dem jeder Einzelne von uns etwas ändern kann. Das ist vielleicht etwas mühsam, aber es wird mehr helfen, als wenn wir beim "Der ist linksgrünversifft" vs. "Der ist rechtsradikal" bleiben.

Wird leider jedoch zunehmend schwerer, weil viele Menschen sich in ihre Bubbles verziehen und sich nur noch davon in Argumenten bestärken lassen.
Das geht leider weit über Politik hinaus und das Nachdenken und formen einer eigenen Meinung nimmt schon immer weiter ab.

Ändert natürlich nichts daran, das man dort weiter am Ball bleiben muss und trotzdem auch nur die Schlachten schlagen sollte, die es einem Wert sind. Niemand sollte sich aufreiben an Diskussionen, die sowieso zu nichts führen.

Die zunehmende Polarisierung werden wir so nicht überwinden.

Und machen wir uns nichts vor - das Ergebnis geht zu großen Teilen auf Merz. Die Nummer mit den Schulden hat ihn seine Glaubwürdigkeit komplett gekostet.

Das mit den Schulden ist mir z.B. komplett egal, beziehungsweise wäre es, wenn er es ordentlich verkauft hätte. Das er falsch lag, das diverse Punkte angegangen werden MÜSSEN.

Was mir dann eher sauer aufstößt, das man eigene Fehler nicht eingesteht und bei groben Fehlern, viel zu lange an Personen festgehalten wird. Spahn war schon vorher verbrannt, das war sowieso der größte Witz, das diese Person noch einmal Regierungsverantwortung tragen konnte und nicht schon vorher seinen Hut nehmen konnte.
Die nicht vorhandene Rechenschaft bei groben Vergehen, ist in den letzten Jahren teilweise abhanden gekommen und teilweise viel zu Spät umgesetzt worden und geht eigentlich über alle Partein hinweg.

Das untergräbt einfach jede Form der Glaubwürdigkeit.

Natürlich hast du einen Punkt, das ein Politiker auch nicht eine Fahne im Wind sein sollte und seine Worte sich komplett wenden sollten. Dort würde bei mir mehr Glaubwürdigkeit rüber kommen, wenn man dies entsprechend Moderiert.

Und natürlich speist sich die AfD unfassbar aus dem Thema Migration. Das möchten wir ja am besten gar nicht diskutieren. Warum eigentlich? Weil die Ergebnisse dieser Diskussion unangenehm sind?

Giovanni di Lorenzo hat das schön zusammengefasst. Die Leute beschäftigt das. Egal, was das juste milieu in Berlin davon hält. Ein Anfang wäre, wenn man die Anis Amris abschieben würde und nicht den jesidischen Bäckerlehrling, bloß damit man Zahlen machen kann und man den bequem um 4.45 aus der Backstube holen kann. Du kannst keinem billig und gerecht denkenden Menschen die Nummer der Ausländerbehörde aus Köln erklären, die dafür sorgt, dass selbst Intensivtäter eine "Bleibeperspektive" bekommen. Das ist alles komplett absurd. On a side note: Ich wäre dafür, jeden Ausländer aus einem Drittstaat, der wegen eines Verbrechens rechtskräftig verurteilt worden ist, abzuschieben. Und zwar auch dann, wenn ihm im Heimatland böse Dinge drohen. Sorry, dann hatte man seine Chance. Vertan, vertan, sprach der Hahn. Und wenn jemand nicht sagt, wo er herkommt? Dafür bauen wir schnuckelige Verwahranstalten. Mit Residenzpflicht und dem absoluten bare minimum. Und kein einziger Cent Bargeld. Da gehst du nur hin, damit du entweder dort bleibst oder in dein Heimatland zurückkehrst. Kein Ausgang, keine Interaktion mit irgendwem.

Das ist ein Punkt, der immer wieder großes Kopfschütteln verursacht.
Menschen die sich integrieren und einem Job nachgehen und ihren Lebensmittelpunkt aufgebaut haben, werden abgeschoben, weil man leicht an sich heran kommt. Menschen die sich dem System entziehen, entkommen diesem Status, dabei sollte es anders herum sein.


Ansonsten empfinde ich das dauerhafte polarisierende Geschwafel immer wieder schlimm. Selbst im Wahlkampf, finde ich es drüber, aber es hat sich mittlerweile ja schon außerhalb etabliert. Also wären dort alle Partein mal gut beraten, den Fuß vom Gas zu nehmen. Wenn man die Menschen dauerhaft in diese Kampfstimmung versetzt, dann kommt einfach keine Normalität mehr rein.
Einfach mal durchatmen und die Emotionalität rausnehmen, würde uns bei vielen Debatten besser stehen.


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