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Was wären eure Lösungen aus den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen? (Politik)

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Sonntag, 06.09.2026, 23:28 (vor 2 Stunden, 8 Minuten) @ Foreveralone

Als Gesellschaft? Wieder mehr miteinander reden.

Wir haben komplett verlernt, in der Sache zu streiten. Das kann/darf/muss in der Sache gerne kontrovers sein. Aber irgendwie dann auch auf die Sache beschränkt.

Aber wir würgen jede Art von Debatte ab. Schlagworte ersetzen Debatten, Zuschreibungen ersetzen Argumente. Es ist egal, WAS jemand sagt, viel wichtiger ist, WER etwas sagt.

Das ist der Hebel, an dem jeder Einzelne von uns etwas ändern kann. Das ist vielleicht etwas mühsam, aber es wird mehr helfen, als wenn wir beim "Der ist linksgrünversifft" vs. "Der ist rechtsradikal" bleiben.

Die zunehmende Polarisierung werden wir so nicht überwinden.

Und machen wir uns nichts vor - das Ergebnis geht zu großen Teilen auf Merz. Die Nummer mit den Schulden hat ihn seine Glaubwürdigkeit komplett gekostet.

Und natürlich speist sich die AfD unfassbar aus dem Thema Migration. Das möchten wir ja am besten gar nicht diskutieren. Warum eigentlich? Weil die Ergebnisse dieser Diskussion unangenehm sind?

Giovanni di Lorenzo hat das schön zusammengefasst. Die Leute beschäftigt das. Egal, was das juste milieu in Berlin davon hält. Ein Anfang wäre, wenn man die Anis Amris abschieben würde und nicht den jesidischen Bäckerlehrling, bloß damit man Zahlen machen kann und man den bequem um 4.45 aus der Backstube holen kann. Du kannst keinem billig und gerecht denkenden Menschen die Nummer der Ausländerbehörde aus Köln erklären, die dafür sorgt, dass selbst Intensivtäter eine "Bleibeperspektive" bekommen. Das ist alles komplett absurd. On a side note: Ich wäre dafür, jeden Ausländer aus einem Drittstaat, der wegen eines Verbrechens rechtskräftig verurteilt worden ist, abzuschieben. Und zwar auch dann, wenn ihm im Heimatland böse Dinge drohen. Sorry, dann hatte man seine Chance. Vertan, vertan, sprach der Hahn. Und wenn jemand nicht sagt, wo er herkommt? Dafür bauen wir schnuckelige Verwahranstalten. Mit Residenzpflicht und dem absoluten bare minimum. Und kein einziger Cent Bargeld. Da gehst du nur hin, damit du entweder dort bleibst oder in dein Heimatland zurückkehrst. Kein Ausgang, keine Interaktion mit irgendwem.

Und man müsste Schluss machen mit der Lotterie im Mittelmeer. Jede illegale Einreise führt automatisch dazu, dass du zurückgeschickt wirst oder halt in einen Drittstaat. Uganda, Ruanda, irgendwo. Gleichzeitig schafft man legale Wege. Arbeitsmigration, Qualifizierung zB für Pflegeberufe. Und Asylanträge ausschließlich in den Botschaften, nicht mehr an den Grenzen. Dann könnte man die Leute per Linienflug holen, was immer noch billiger wäre als das, was du den Schleppern und Seelenverkäufern zahlen musst.

Und als heutiges Negativbeispiel des Tages: Bärbel Bas. Man hat eine Rentenkommission eingesetzt. Die hat ein Paket vorgelegt. Mit diversen Kröten, die jeder Beteiligte schlucken müsste. Man hat vorher gesagt, wie wichtig das ist, diese Nummer in toto umzusetzen. Und was macht die Frau jetzt? "Och naja, das mit der Rente mit 63 finden wir als SPD total super". Das ist halt Opposition in der Regierung. Das funktioniert einfach überhaupt nicht. Mir fehlt wirklich komplett die Fantasie, wie diese Regierung auch nur irgendein Reförmchen hinbekommen möchte. Dabei drängt die Zeit. Der Sozialstaat ist - auch wegen solcher Nummern - fast nicht mehr zu finanzieren. Und selbstverständlich muss man - wenn die Einnahmen das nicht mehr hergeben, auch beim dicksten Einzelposten im Bundeshaushalt kürzen.


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