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Kann Merz noch die Kurve kriegen? (Politik)

istar, Montag, 07.09.2026, 09:07 (vor 10 Stunden, 23 Minuten) @ Copperfield

Das größte Problem von Friedrich Merz ist, dass er nicht aus seiner Haut heraus kommt. Er weiß mit Sicherheit selbst, dass er Fehler gemacht hat. Aber trotzdem wiederholt er immer wieder die gleiche Art von Fehlern. Das beginnt damit, dass er immer wieder unbedacht Aussagen heraushaut, die er dann nicht mehr einfangen kann. Zudem kann er sich den von oben herab belehrenden, schneidenden Ton einfach nicht abgewöhnen. Er zeigt bei seinen Auftritten keine Empathie, wirkt selbst aber mimosenhaft, wenn er kritisiert wird. "Kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen", meinte er beispielsweise in einem Interview im Spiegel.


Ich gehe bei vielem mit das du schreibst. Auch das grade Reiche ein riesen Problem in der Regierung darstellt. Du schreist, er wüsste das er Fehler gemacht hat. Das glaube ich nicht, zumindest nicht so das er die Fehler bei sich suchen würde oder gar eingestehen würde. Und da liegt das große Problem und die Antwort auf die Frage ob er noch die Kurve kriegen kann. Ich denke Nein, Glaubwürdigkeit ist eins der wichtigsten Merkmale in der Politik. Und die hat er quasi mit der Wahl direkt verloren (Schulden, Stimmen mit der AfD usw). Er denkt mit ein paar kleineren Korrekturen kann er das Schiff auf Kurs halten. Dabei ist er das größte Problem und sein Schiff fährt nicht nur komplett Zick-Zack in die falsche Richtung sondern hat auch ordentlich Leck geschlagen.

Das sich im Hintergrund niemand warm läuft mag nach außenhin natürlich so sein. Es will ja auch niemand Königsmörder werden. Trotzdem ist die Verantwortung Deutschlands gegenüber langsam deutlich größer für Wüst oder Günter als den Diletannten einfach weiter und ständig vor die nächste Wand fahren zu lassen. Es ist traurig das Merkel es hat kommen sehen und niemand auf diese große Staatsfrau gehört hat.

Das ist interessant. Bevor Merkel „wir schaffen das“ verkündet hat, ohne das großartig mit Inhalt zu füllen oder der Bevölkerung zu vermitteln, war die AfD tot und quasi nicht mehr vorhanden.
Außerdem hat Merkel innenpolitisch so gut wie keine nennenswerte Reform angepackt und den jetzigen Zustand damit mitzuverantworten.
Merkel hat also deutlich ihre Aktien drin beim Aufstieg der AfD.
Aber natürlich nicht nur sie. Auch die übertriebene Wokeness z.B. gehört dazu. Und da gibt’s eine große Lernresistenz.
Wenn z.B. eine Gleichstellungsbehörde in München Holzfiguren auf einem Fahrgeschäft (Teufelsrad) züchtiger „anziehen“ will ist das an Lächerlichkeit kaum zu tippen.
Selbst eine Liste mit Ballermann-Liedern, die bitteschön auf einem Volksfest nicht zu spielen sind, fällt dagegen ab.
Und genau dieser Klientel hat sich die SPD angebiedert, statt sich um ihre Kernklientel zu kümmern. Die wählen jetzt eben AfD.
To be continued.


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