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Kann Merz noch die Kurve kriegen? (Politik)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 07.09.2026, 16:34 (vor 1 Stunden, 28 Minuten) @ Klopfer

Und davon ab wirkt das halt immer auch wie ein künstlich aufgebauschtes Thema, damit man über Vermögensverteilung nicht spricht.


Die Problematik hat einfach zu viele Facetten um daraus mal eben ein Klassenkampfthema machen zu können.
Vermögende und weniger Vermögende gibt es in jeder Stadt, auch in solchen Städten, die keine direkten Probleme mit Migranten haben.

Für mich ist die Mutter aller Probleme die Wohnungsnot und dort ist gar nichts "aufgebauscht" sondern knallhart spürbar.
Wenn es genug Leerstände beim Wohnraum gäbe, dann könnten sich die die Vermieter in den besseren Wohngebieten auch nicht erlauben, ihre solventen Mieter nach dem Namen segregieren.
Dann hätten wir auch keine Ballungsräume mit problematischen Clanstrukturen.
Dann gäbe es in der Nordstadt keinen Arbeiterstrich und keine zu Höchstpreisen vermieteten Schrottimmobilien. Und es liegt auch nicht an den "Kapitalisten", die nur mehr Geld ziehen wollen.

Ist das nicht trotzdem auch eine Facette von Vermögensverteilung? In jeder durchgentrifizierten Stadt gibt es massig Wohnungen, die nur gelegentlich bewohnt sind. Einfach weil man sie ganz gerne nutzt, wenn man mal in der Stadt ist. Darüber hinaus sind es schlicht Anlageobjekte für eine Klasse, die anders nicht weiß, wohin mit dem ganzen Vermögen.

https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/wohnungsnot-immobilien-leerstand-rendite-deutschland-100.html

Ich kenne wirklich so einige private Investoren, die sich in der Nordstadt engagieren, viel Geld in Sanierungen stecken, ohne Aussicht auf kurzfristige Amortisation, während der Staat sich da gerne finanziell zurückhält und auf die Schaffung von immer mehr teuere Vorschriften (z.B. Denkmalschutz, Schallschutz, Wärmeschutz) den Bauherren das Leben schwer macht.

Ich stelle nicht in Abrede, dass du die Wahrheit sagst, das ist dann aber wahrlich ein sehr exotischer, altruistischer Investor. Eine Ausnahme.

Sseit zig Jahren verspricht uns die Politik mehr Wohnraum zu schaffen. Jede Partei gehört dazu.
Man muss sich nicht wundern, wenn man auf die AfD setzt, das endlich zu ändern - die hat ja immerhin noch nicht versagt.

Natürlich wird die AfD das Problem auch nicht lösen können, wahrscheinlich würde ich es denen sogar noch als allerletzte zutrauen. Aber sie sind halt unbefleckt und das war in der Politik schon immer ein gutes Argument.

So ist es. Das Argument bekomme ich auch öfters zu hören: "Ja, wahrscheinlich machen die es auch nicht besser, aber sie haben halt noch nie die Chance bekommen. Von SPD, Union, Grüne und FDP habe ich ja nun 30 Jahre gesehen, wie sie es nicht hinkriegen". So die üblichen O-Töne.


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