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Lanz grillt sie richtig (Politik)

CF, Dienstag, 08.09.2026, 14:02 (vor 3 Stunden, 39 Minuten) @ markus

Deine Tabelle zeigt nur Zahlen, die nicht interpretiert werden. Und deiner KI traue ich noch weniger als dem Artikel;-) Ich schätze, dass das Thema umfangreicher und komplizierter ist als es eine DIN-A 4 Tabelle beschreiben könnte.

https://www.diw.de/de/diw_01.c.971994.de/nachrichten/deutschlands_realloehne_steigen_____aber_die_ungleichheit_waechst.html


Was willst Du denn da großartig interpretieren? 0,5% weniger Reallohn vor fünf Jahren sind 0,5%. Das ist selbsterklärend.

Und der diw Artikel widerlegt doch ganz klar deine ursprüngliche Aussage und bestätigt das, was ich geschrieben. Nämlich, dass die Reallöhne gestiegen sind und untere Einkommensgruppen sogar überproportional gestiegen sind.

Dass die oberen 10% noch mehr dazugewonnen haben und dass deutlich mehr Teilzeit die Statistik unten verzerrt, sind doch ganz andere Themen.

Ich halte es für brandgefährlich solche Falschinfos zu streuen. Wichtig sind immer richtige Informationen und Aufklärung.

Was ist "richtig"? Dass die Reallöhne gestiegen sind, auch bei den unteren Einkommensgruppen, habe ich nie bestritten. Das Thema ist aber komplexer als du und ich es wirklich verstehen.

Folgender entnommener Abschnitt deutet dies zumindest an. Um das ganze noch weiter zu vertiefen bedarf es mehr als deiner oberflächlichen Statistik.

"Die wirklich besorgniserregende Nachricht ist jedoch eine andere: Verfügbare Einkommen spiegeln nur schlecht den Lebensstandard wider. Denn zur Berechnung realer Löhne und realer Einkommen wird für alle Menschen die gleiche Preisentwicklung angenommen. Dagegen ist die Realität eine andere: Wie auch eine Studie des DIW Berlin aus dem vergangenen Jahr zeigt, ist der Anteil, den Haushalte mit niedrigem Einkommen für das Wohnen ausgeben, in den letzten 30 Jahren von 24 auf 36 Prozent des verfügbaren Einkommens gestiegen. Viele Menschen mit wenig Einkommen zahlen heute 40 Prozent oder mehr ihres monatlich verfügbaren Einkommens fürs Wohnen. Daher ist die Ungleichheit beim Lebensstandard in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren wohl noch deutlich stärker gestiegen, als die Zahlen für die verfügbaren Einkommen vermuten lassen."

Hier geht es nur ums Wohnen. Es gibt allerdings noch weitere Aspekte des Lebens (wie z.B. der schon vor einiger Zeit von mir beschriebene Punkt des Unterhalts eines Autos. Auch dieser ist exorbitant gestiegen in den letzten Jahren und Jahrzehnten). Es mag sein, dass es heute auch viel mehr Konsumartikel und Produkte gibt als früher, die man sich zulegen kann und auch dadurch kann der Eindruck entstehen, sich weniger leisten zu können. Ich finde das sehr sehr relevant, aber wissenschaftliche Analysen jenseits simpler Statistiken kann ich dazu nicht finden.


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