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Was mich auch zunehmend beunruhigt (Politik)

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 08.09.2026, 11:23 (vor 46 Minuten) @ Lattenknaller

Vielleicht hat sich auch die allgemeine Einschätzung geändert.

Man möchte den anderen bewusst missverstehen (wofür du gestern ein schönes Beispiel geliefert hast, aber das nur am Rande).

Kohl wurde immer wieder als grobschlächtig, tumb, als "Birne" geschmäht. Der hatte aber ein relativ dickes Fell.

Gleichzeitig gab es genug Einendes, worauf sich alle Parteien mehr oder minder einigen konnten. Heutzutage fallen ja fast alle - mehr oder minder - wieder zurück in den Tribalismus. Vergleiche eine Diskussion zu einem beliebigen Thema bei X oder BlueSky. Auf der einen Plattform hast du diejenigen, die alles, was nicht Ihrer Meinung entspricht, als "linksgrün-versifft" bezeichnen, auf der anderen wird Robert Habeck quasi sektenähnlich verehrt und alles ab dem Seeheimer Kreis sind Nazis. Diese Polarisierung, diese Unfähigkeit, Kompromisse zu schließen führt halt im Ergebnis weltweit zu der Situation, wie sie nun einmal ist.

Und die wenigsten Leute haben halt die entspannte Einstellung "Was kümmert es die Eiche, wenn sich die Sau dran scheuert". Das Gegenteil ist der Fall. Wir schaffen Meldestellen für Dinge unterhalb der Strafbarkeitsschwelle. Warum? Damit irgendwelche Deppen, die sonst keinen Job bekommen würden, staatlich alimentiert werden? Dieses Mimimi, die Unfähigkeit, für Argumente offen zu sein und der Wunsch nach einem Vollkasko-Staat führen zu der jetzigen Situation.

Und da kommen wir nur gemeinsam wieder raus. Und zwar indem man die ideologischen Schützengräben mal verlässt.


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