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Lanz grillt sie richtig (Politik)

CF, Dienstag, 08.09.2026, 12:44 (vor 4 Stunden, 56 Minuten) @ markus

Also ich frage mich wirklich, wenn man den Auftritt von Chrupalla sieht, wie kann man da denken: der ist toll, der hat recht, den und seine Partei wähle ich.

Mir ist das unbegreiflich…


Siegmund und Weidel sind ja genau so Luftpumpen. Die antworten auf keine konkrete Frage, die man denen stellt, die verlieren sich immer in Whataboutisms und/oder lächeln es weg.

Das trifft sogar auf Höcke zu, aber der versucht sich hinter möglichst intellektuell klingenden Phrasen* zu verstecken.

*mit denen er sich letztendlich sogar selbst verrät, denn diese sehr eigene Sprache nutzt er unentwegt seit >20 Jahren, beginnend in Zeiten als er noch unter "Landolf Ladig" publizierte.


Wieder einmal die falsche Annahme, dass das alles auf einem rationalen Grundmuster basiert. Sowohl bei den Protagonisten wie den Minions dahinter. Nicht jetzt Du persönlich, sondern so generell.
Es gibt einen harten Kern der rechtsradikalen internationalen Bewegung. Darunter gibt es intellektuelle, oder solche die sich als solche ausgeben. Aber selbst wenn man das hier mal sauber analysiert ist das "Blubb" und/ oder ja Rassismus. "Blubb" ist dann sowas wie die "Lehren" des internationalen Großmeisters Peter Thiel, autoritär-libertäres Gedankengut. Staaten sollen von CEO's gelenkt werden, weil, hey, viel effizienter. Dazu dann irgendeine Mischung aus Carl Schmitt und LOTR (der arme Tolkien, hätte er gewusst, dass die Bösen mal die Guten sein sollen). Das ist keine zynische Übertreibung von mir, dem ist einfach so. Von der Substanz ist komplett mau.
Im Grunde wollen die die Weltordnung brennen sehen und aus der Asche sollen dann die starken Macher es regeln.
Dann die Minions, die in ihrer Bubble alles glauben, was in der Bubble so erzählt wird. Und entweder aus Ablehnung ("wir zeigen es den Wessis") oder Nationalismus oder Rassismus oder weil sie selber dem autoritär-libertären glauben.
Und dann diejenigen, die dann das Kreuz auf dem Wahlzettel machen, einfach mal so aus Protest oder weil sie es für eine Option halten. Die sind ja so fesch und so nett und irgendwas muss man ja tun. Das viele von denen die Welt in ihrer Komplexität sehen stelle ich arg in Abrede.
Dazu dann Medien, v.a. von der rechten Seite, die die Welt auch konstant am Brennen sehen. Dass im Jahre 2026 v.a. in den OECD-Ländern wir den höchsten Lebensstandard überhaupt in der Geschichte der Menschheit haben, geschenkt. Man kann ja immer eine Krise neu herbei reden oder diese sogar aktiv anstacheln, a la Trump und Iran.
Und dann sitzen dann Journalisten da und prallen einfach ab, interessiert auch nicht wirklich mehr.


Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit. Ich persönlich verdiene gut, bin tarifgebunden, kann mich grundsätzlich nicht beschweren, habe aber effektiv weniger Geld zur Verfügung als vor 5 Jahren. Das gilt für niedrige(re) Einkommen entwicklungsmäßig auch und da ist die Grenze zum Existenzminimum näher als bei mir. Ungleichverteilung, Armutsgefährdung steigen zudem stetig an und irgendwann kann man das politisch nicht mehr weglächeln mit Spezialstatistiken. Das Gefühl der Ungerechtigkeit bekommt immer mehr statistische Wahrheit.


Das sind jetzt keine Spezialstatistiken, selbst bei der Kaufkraft gibt es Länder, die besser als vor 5 Jahren dastehen. In Deutschland weiß ich es nicht. Es gibt Armutsindikatoren, die wieder schlechter werden, es gibt in ein paar Schichten in ein paar Ländern Bereiche, bei denen die Kaufkraft weiter sinkt. Das muss man angehen. Aber nichts, weshalb man in eine Faktenlosigkeit abdriften muss. Und nein, damit sage ich nicht, dass man nicht die absurde Vermögensungleichheit anpacken sollte. Aber das ist ein anderes Thema, wenn ich hier ein paar Wörter schreibe, kommen gleich ein paar um die Ecke, spare ich mir.....


Naja, wenn in den letzten 5 Jahren die Verbraucherpreise um 22%, die Einkommen aber nur um 11% gestiegen sind, dann ist der Fall ziemlich klar. Aber letztlich sind auch das nur Durchschnittswerte. Die Kaufkraft sagt wenig aus, was die unteren Einkommen angeht und die sind es, die den Hauptanteil der AFD-Wähler stellen.


Wie kommst du auf diese Zahlen? Der Reallohnindex liegt höher als vor 5 Jahren. https://genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/62*/table/62361-0020

Und gerade die unteren Einkommen sind sogar überproportional gestiegen aufgrund der deutlichen Mindestlohnerhöhungen.

Hab das hierher.
https://www.merkur.de/wirtschaft/seit-2020-verlieren-deutsche-deutlich-an-kaufkraft-94206993.html


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