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Heute an der Tanke - Einordnung Spritpreise (Politik)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 03.04.2026, 11:24 (vor 1 Tag, 2 Stunden, 46 Min.) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 03.04.2026, 11:29

Bevor man herumstänkert: Du kannst nur mit den Zahlen arbeiten, die offiziell erhoben wurden und verfügbar sind. Wenn es dir gelingt, an belastbare Zahlen zum Medianeinkommen der letzten 20 Jahre zu kommen und du zusätzlich zumindest über rudimentäre Mathekenntnisse verfügst, kannst du das Verhältnis zu den Treibstoffkosten selbst ausrechnen.


Da hast du wohl recht. Diejenigen, die sinnbefreite Werte übernehmen, sind weniger das Problem als diejenigen, die diese Werte veröffentlichen und wissen, dass diese ein falsches oder zumindest verzerrtes Ergebnis liefern. Diejenigen machen das nämlich bewusst und nicht aus Unwissenheit.


Das Problem ist doch, dass es diese Werte nicht zuverlässig gibt. Das Durchschnittseinkommen insgesamt sowie das der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werden ebenso erhoben wie der Nominallohn- und der Reallohnindex. Man kann also nur diese Zahlen überhaupt ins Feld führen.

Zusätzlich können weitere Faktoren herangezogen werden, etwa die Entwicklung des Mindestlohns. Dieser hat sich deutlich oberhalb der Inflation entwickelt. Problematisch ist eher der Bereich oberhalb des Mindestlohns, in dem es keine Tarifverträge gibt. Hier hilft es jedoch wenig, mit dem Finger auf die Politik zu zeigen. Die Politik darf Löhne gar nicht festlegen und könnte dies auch kaum sachgerecht beurteilen. Dafür gibt es die Tarifparteien.

Und letztlich liegt es auch an jedem selbst, ob er eine Beitrittserklärung unterzeichnet oder nicht. Wer das nicht tut, muss halt u.U. ohne Tarifvertrag leben und akzeptieren, dass beispielsweise die Renten um über 4% steigen, weil es viele gute Tarifabschlüsse gibt, die den Wert nach oben treiben, während man selbst vielleicht nur 2% oder gar nichts bekommt. So driften die Einkommen nach und nach immer weiter auseinander.


Bei einem ökonomischen Aspekt gibt es aber relativ ein-eindeutige, zuverlässige, nackte Daten: die Vermögensverteilung und -konzentration in Deutschland sowie deren Entwicklung in den vergangenen x Jahrzehnten. Und die zeigt das komplette Gegenteil von dem, was du mit der obigen Beschreibung andeutest (ich nenne das mal schaubildlich "Die Flut hebt alle Boote".)


Was hat das jetzt mit der Frage zu tun, ob sich Spritpreise schneller oder langsamer entwickelt haben als die Löhne?


Das bezieht sich auf den ersten Abschnitt, der, wenn ich es richtig einordne, andeutet, dass ja mehr Jobs geschaffen und Reallöhne gestiegen sind und die Mittelschicht sich daher nicht so anstellen soll, obwohl beide Faktoren nahezu nichts über die ökonomische Entwicklung der Mittelschicht aussagen.


Hier in dem Ast ging es um die Entwicklung des Spritpreises im Vergleich zu den Löhnen. Du kaperst das wieder in die Richtung, dass es seit Jahrzehnten bergab geht und Deutschland dem Untergang geweiht ist. Das macht so nicht wirklich Sinn. Vielleicht sollte man das Thema schließen. Es ist ein Paradebeispiel dafür, warum der Politikbereich dicht ist.

Finde ich überhaupt nicht, ich packe fast immer ZDFs mit dazu und niemand ist hier bisher wirklich ausfallend geworden. Wenn man keine Diskussion will, darf man kein Forum betreiben. Oder man sagt eben "Politik wird generell direkt dicht gemacht, weil wir auf diese Themen keine Lust haben", das ist fair und da spräche nichts gegen. Aber den gleichen Modus Operandi findet man auch in jedem BVB/Sport/Fußball Strang, wo Menschen aufeinandertreffen, die anderer Meinung sind. What's the point?
Hier gehe ich auf die verschiedensten Parameter ein, die du anführst in diesem Thread und die meiner Ansicht nach nicht ausreichend schlagkräftigt sind, um zu erklären, ob die Spritpreise nun hoch oder nicht hoch sind im Vergleich zur ökonomischen Power der Mittel- und Unterschicht.


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