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Danke (Politik)

markus, Freitag, 03.04.2026, 11:11 (vor 1 Tag, 2 Stunden, 59 Min.) @ Foreveralone

In dem Bericht geht es aber darum, dass 39% sich einschränken müssen, weil das Geld fehlt. Du machst das ja freiwillig, genauso wie ich, weil wir halt Kapitalisten sind und ökonomisch denken. ;-)


Schon allein, weil ein Vergleichswert fehlt, widerlegt das nicht die oben verlinkte Statistik, nach der der Reallohn in den letzten zehn Jahren gestiegen ist.


Der Reallohnindex spiegelt die Entwicklung der durchschnittlichen Kaufkraft der Löhne wider, aber nicht, wie sich die „mittleren“ Einkommen oder die Verteilung insgesamt verändern. Man kann mit dem KPI relativ wenig anfangen, wenn man bewerten will, wie sich die Lage für "die Mitte" entwickelt (hat).


Der von dir verlinkten Artikel beinhaltet aber keine Daten zu den mittleren Einkommen. Du solltest dir schon die Mühe machen, entsprechende Zahlen zu liefern, statt mit gefühlten Wahrheiten ums Eck zu kommen.

2020 lag das mittlere Einkommen bei 41.124 Euro (3.437 Euro brutto/Monat).
2025 lag das mittlere Einkommen bei 54.066 Euro.

https://www.zeit.de/news/2021-07/20/mittleres-einkommen-in-deutschland-steigt-2020-nur-leicht

https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-Branche-Berufe/_inhalt.html

Nun rechne doch mal nach, ob das nicht die Inflation geschlagen hat.


Auf welcher Betrachungsbasis? Wir lagen 2025 noch immer knapp unter dem Reallohnniveau von 2019, also man ist quasi 6 Jahre zurückgeworfen worden. Auch, weil die Reallohnverluste während/nach Corona die größten seit Beginn der gesamtdeutschen Statistik waren.


Zudem liegt die Armustgrenze mittlerweile bei ca. 1300€ Netto. Vor 2020 waren es afaik noch etwas über 1000€. Mindestlohn wird in diversen Betrieben oft auch ausgehebelt und nicht jeder KANN Vollzeit arbeiten.

Gerade der Mindestlohn hat deutlich größere Sprünge gemacht als die allgemeine Entwicklung.
Auf 40 Stunden Vollzeitbasis hast du damit gut 1.700€ netto und bist damit 400€ über der Armutsgrenze.
Dass nicht jeder Vollzeit arbeiten kann, stimmt.


Mag ja sein, dass die obere Mittelschicht heute besser da steht, ändert aber nix daran das die unteren 20% heute mehr zu knabbern haben.

Es ist inzwischen so, dass in vielen Betrieben ohne Tarifvertrag oder schwachem Organisationsgrad der Mindestlohn die unteren Entgeltgruppen nach und nach auffrisst. Das Problem ist aber hausgemacht, da keinerlei Gegenwehr seitens der Mitarbeiter erfolgt. Der Unternehmer muss dann den Mindestlohn anheben, nicht aber die darüber liegenden Löhne. Wenn nun keinerlei Organisation erfolgt und zusätzlich auch niemand kündigt, um woanders mehr zu verdienen, dann ist doch logisch, dass entweder nichts oder nur wenig passiert. Da hilf nur Kontakt aufzunehmen zur zuständigen Gewerkschaft, um die weiteren Schritte zu besprechen.


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